Stadt Bayreuth

IM FOKUS

28.03.2013

19. Bayreuther Osterfestival

Im Jubiläumsjahr mit Werken von und für Wagner

Zum 19. Mal findet das Bayreuther Osterfestival statt und bietet im Rahmen des Richard-Wagner-Jubiläums 2013 ein Programm mit Werken von und für Wagner in klassischen und ausgefallenen Konzerten. Der soziale Zweck spielt dabei eine wichtige Rolle: zum einen der internationale Austausch von Musikstudenten und zum anderen die Unterstützung von krebs- und schwerstkranken Kindern.

Passend zum Wagner-Jubiläum beschließen zwei dem Bayreuther Komponisten gewidmete Programme den „klassischen“ Teil des Osterfestivals. Am 5. April wird Christoph Krückl die Orgel der Schlosskirche mit Bearbeitungen zu den Opern „Meistersinger“, „Tannhäuser“, „Lohengrin“ und „Parsifal“ von Franz Liszt, Sigfrid Karg-Elert und Edwin Lemare erklingen lassen. Richard Wagner und die Orgel ist eine kühne Kombination und dennoch sind die Beziehungen Wagners zur Orgel- und Kirchenmusik enger als es auf den ersten Blick scheint. Kontrapunktunterricht erhielt Richard Wagner bei Thomaskantor Christian Theodor Weinlig, von dem er nach eigener Aussage „am meisten“ gelernt hat. So erinnern nicht nur der Beginn des ersten Aktes in den „Meistersingern“ und die Orchestrierung des Pilgerchors im „Tannhäuser“ an den Klang einer Orgel, auch der Zug zum Münster im „Lohengrin“ weckt mit der Art des Holz- und Blechbläsersatzes bewusst Assoziationen an dieses Instrument.

Einen Tag später, am 6. April, spielt Stefan Mickisch in einer Matinée im Kammermusiksaal der Klaviermanufaktur Steingraeber & Söhne eigene Bearbeitungen zu den Wagner-Opern „Lohengrin“, „Der Ring des Nibelungen“ und „Parsifal“ am Klavier. „Mickisch ist nicht nur ein hervorragender Pianist und begnadeter Improvisator, sondern auch ein kenntnisreicher Kommentator  jedweder Musik, mit der er sich auseinandersetzt, und überdies gewinnender Entertainer“, war über ihn 2011 in Wien zu lesen. Der ORF kürte ihn zum „Opernführer des 21. Jahrhunderts“. Seine Einführungsmatinéen zu den Werken Wagners bei den Bayreuther Festspielen sind zu einer Kult-Institution geworden.

Jazz beim Osterfestival

Auch dieses Jahr wird das Ende des Osterfestivals jazzig. Die Mädels von „Goldbird“ und die Jungs vom Benjamin Brodbeck Quartett (B.B.Q.) erfrischen das Publikum an zwei Tagen mit gutem und unverbrauchten Jazz: am 6. April im Rahmen der Jazz-Night im AUDItorium und am 7. April beim Jazz-Brunch im VWtorium bei Motor Nützel. Das Männer-Trio spielt ein breites Spektrum von Swing und Funk über Pop bis Latin, auch die klassische Filmmusik hat Einfluss auf ihr Repertoire. „Goldbird“ sind die Sängerinnen Pia, Carina und Theresa sowie Tobi. Sie verbreiten die versöhnliche Melancholie des Soul mit ihren wunderschönen Charakterstimmen.