Stadt Bayreuth

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18.06.2009

30 Millionen Euro für Bayreuths Schulen

Stellungnahme von OB Dr. Hohl zur verschobenen Aufstockung des WWG

Die Stadt Bayreuth hat in den vergangenen fünf Jahren rund 30 Millionen Euro in die Sanierung und den Ausbau von 23 Bayreuther Schulen investiert. Allein die Aufstockung von West- und Hauptbau des Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasiums (WWG) bis Ende der 90er Jahre hat zwei Millionen Euro gekostet. Weitere 1,2 Millionen wurden in den vergangenen Jahren in den laufenden Bauunterhalt der Schule gesteckt. Hierauf weist das Rathaus in einer Reaktion auf den „Offenen Brief“ der WWG-Schülermitverwaltung an Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl hin.

Wie bereits berichtet, stößt die Entscheidung des Stadtrats, angesichts starker Einbrüche bei den Gewerbesteuereinnahmen neben zahlreichen anderen Sparmaßnahmen zur Sicherung der städtischen Finanzen auch die für 2009 geplante Aufstockung des WWG zu verschieben, bei der Schülermitverwaltung des WWG auf Kritik. In einem „Offenen Brief“ wird jetzt die Rücknahme dieses Beschlusses gefordert.

„Wir kennen die Probleme des WWG und die Stadt hilft, so gut es geht“, betont Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl. In den kommenden Sommerferien sollen daher die zwei überalterten Pavillons am WWG, die derzeit Raum für vier Klassen bieten, übergangsweise durch neue Container ersetzt werden, bis die Aufstockung des WWG realisiert ist. Die neuen Container werden, wenn dies vom Platz her irgend möglich ist, Raum für sechs Klassenzimmer bieten, sodass die Übergangslösung mit einer Verbesserung der Raumsituation für die Schule verbunden sein wird.

Neue Container sollen für mehr Platz sorgen

In diesem Zusammenhang tritt die Stadt der wiederholt geäußerten Behauptung entgegen, der Unterricht in den alten Pavillons sei für die Schüler mit gesundheitlichen Risiken verbunden. „Die Pavillons sind von ihrer Substanz her verbraucht. Das wissen wir und deshalb wird die Stadt für Ersatz sorgen. Von einer Gesundheitsgefährdung für Schüler und Lehrer kann aber keine Rede sein“, so OB Dr. Hohl. Der bauliche Zustand der Pavillons sei durch die Stadt regelmäßig eingehend überprüft und Luftmessungen durch Gutachter vorgenommen worden. Ein Befall mit Schimmel oder Pilzen wurde dabei ebenso wenig festgestellt, wie Formaldehyd- oder Asbestbelastungen.

Aufstockung kostet rund 2,3 Millionen Euro

OB Dr. Hohl appelliert an die Schüler und Eltern des WWG, bei allem Verständnis für die gegenwärtige Enttäuschung den Blick für die Gesamtsituation nicht zu verlieren. „Die Stadt ist als Sachaufwandsträger für 23 Schulen in Bayreuth zuständig. Wir haben hier eine dauerhafte Mammutaufgabe zu bewältigen, bei der es nicht ausschließlich um das WWG gehen kann.“ Der ebenfalls immer wieder zu hörende Vorwurf, das WWG werde im Vergleich zu anderen Bayreuther Schulen stiefmütterlich behandelt, gehe an den Fakten völlig vorbei: „Es bleibt dabei: Die Aufstockung des WWG steht ganz oben auf der Prioritätenliste. Sobald sie finanziell seriös darstellbar ist, wird sie angegangen.“ Die geplante Aufstockung der Schule wird im Rathaus mit Gesamtkosten von rund 2,3 Millionen Euro veranschlagt.

Der Stadtrat habe sich die Entscheidung, die Baumaßnahme am WWG aufs erste zu schieben, nicht leicht gemacht, so Dr. Hohl weiter. Letztlich sei die Notwendigkeit dieses Schrittes aber über alle Fraktionsgrenzen hinweg erkannt worden. „Es gab bei 38 Ja-Stimmen lediglich drei Gegenstimmen. Wer anderes behauptet, strickt an Legenden.“

Eine deutliche Absage erteilt der Oberbürgermeister dem jüngsten Vorstoß von Stadträtin Christa Müller-Feuerstein, mit Geldern, die ursprünglich für den Bau eines Hangars am Flugplatz Bayreuth vorgesehen waren, doch noch den Beginn der Aufstockung des WWG 2009 zu ermöglichen. Diese Mittel wurden aber im Zuge der Verabschiedung des jüngstes Sparpakets zur Sicherung des Haushalts gestrichen. Sie stehen nicht mehr zur Verfügung. „Mit solch populistischen Schaufensteraktionen ist den Schülern, Eltern und Lehrern des WWG sicher nicht geholfen“, so Dr. Hohl.