Stadt Bayreuth

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05.08.2013

500 Kinder haben Spaß bei Mini-Bayreuth

Noch bis zum 9. August wird auf dem Sportplatz des SC Kreuz kräftig gespielt und gebastelt

In der Arbeit bei der Zeitung oder in der Uni sein Geld verdienen und anschließend sofort auf der Wasserrutsche wieder ausgeben: So sieht momentan der Alltag von bis zu 500 Kindern pro Tag in Mini-Bayreuth aus. Bereits zum 23. Mal eröffnete die Zeltstadt am 5. August auf dem Gelände des SC Kreuz ihre Pforten und ist bis zum Freitag, 9. August, geöffnet.

Großer Andrang an der Wechselstube für die Knobbern-Währung von Mini-Bayreuth.

Großer Andrang an der Wechselstube für die Knobbern-Währung von Mini-Bayreuth.

Das Projekt ist eine Kooperation des Stadtjugendrings und Stadtjugendamts und richtet sich an Schulkinder ab der ersten Klasse. Wie die Großen verdienen sie in Mini-Bayreuth bei verschiedenen Tätigkeiten ihr eigenes Geld, das auch Knobbern genannt wird, und können es bei Spaßstationen, wie der Wasserrutsche (Achting: Bitte Badehose und Badeanzug mitbringen!) oder einer Hüpfburg, wieder einlösen. Laut Nancy Kamprad, der Leiterin von Mini-Bayreuth, sollen die Kinder auf diese Weise den richtigen Umgang mit Geld lernen und auch ihre Ausdauer fördern. Denn Knobbern gibt es nur, wenn mindestens eine Viertelstunde lang an einer Station mitgemacht wird.

In diesem Jahr war die Befürchtung groß, dass wegen des heißen Sommerwetters nur wenige Kinder Lust auf das Angebot haben würden. Das hat sich allerdings nicht bestätigt, so dass die über 100 ehrenamtlichen Helfer wieder alle Hände voll zu tun haben. „Egal ob es heiß oder kalt ist, es sind immer Kinder da. Mini-Bayreuth scheint eine besondere Anziehungskraft zu haben,“ sagt Siglinde Seidler-Rieß vom Stadtjugendamt, die die Zoff-Uni betreut. Hier sollen kleine Studenten in Rollenspielen Zivilcourage und friedliche Lösungen bei Streit kennen lernen.

Auch Mini-Bayreuth beschäftigt sich mit dem Wagner-Jubiläum

An anderen Stationen werden die stadteigene Zeitung, das Käsblättla, erstellt, kleine Holzflieger gebastelt oder das richtige Verhalten im Schwimmbad erläutert. Auch in Mini-Bayreuth hat das Wagner-Jubiläum außerdem seine Spuren hinterlassen: Jeden Tag gibt es verschiedene Angebote zum Thema und auch den Meister selbst kann man in Form seines stadtbekannten Doubles treffen.

Schöne Erinnerungen an die Zeit in Mini-Bayreuth können nicht nur die kleinen Bürger sammeln, sondern auch die Helfer. Für den Kupferschmiedmeister Bernhard Durant, der seit mindestens 12 Jahren den Kindern sein Handwerk vorstellt, war es besonders rührend, als ihm ein kleiner Junge als Dankeschön ein selbstgemaltes Bild schenkte. Solche Momente entlohnen die Zeit und Mühen, die vor und während des Projekts von den ehrenamtlichen Helfern investiert werden müssen.

Auch für Nancy Kamprad ist gerade der Zusammenhalt das, was das Projekt ausmacht. Denn dass so viele Menschen mithelfen, ist für sie nicht selbstverständlich. Das macht Mini-Bayreuth für sie nicht nur zu einer kleinen Stadt, sondern zu einer großen Familie.


KURIER TV – Kinderspaß bei MIni-Bayreuth