Stadt Bayreuth

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08.01.2008

81 Millionen Euro an Bauinvestitionen

Bayreuth verzeichnet im Jahr 2007 ein reges Baugeschehen

Der bundesweit anhaltende Wirtschaftsaufschwung macht’s möglich: Für 2007 vermeldet das Rathaus ein erfreulich reges Baugeschehen in Bayreuth. Die Stadt war auch im abgelaufenen Jahr ein gefragter Standort für Bauvorhaben. Zwar ist die absolute Zahl der Baugenehmigungen im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Das damit verbundene Investitionsvolumen jedoch übertrifft die Marke von 2006 deutlich.

359 Baugenehmigungen (Stand: 28. Dezember 2007) hat das Rathaus erteilt. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es 393. Damit bewegt sich das Baugeschehen in Bayreuth auf unverändert hohem Niveau. Hinter diesen nüchternen Zahlen stehen Investitionen in Höhe von rund 81 Millionen Euro (2006: 59 Millionen Euro). Kräftig gebaut haben auch die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gewog und das Hochbauamt der Stadt. Beide zusammen haben über 19 Millionen Euro bewegt.

Ein wichtiger Schwerpunkt des Baugeschehens in Bayreuth war einmal mehr der private Wohnungsbau. Hinter den nüchternen Zahlen der städtischen Statistik stehen nämlich unter anderem Bauprojekte für 147 Wohnungen, davon 51 Ein- und Zweifamilienhäuser. „Als überschaubare Stadt mittlerer Größe mit vielfach großstädtischen Angeboten ist Bayreuth attraktiv für jung und alt“, so Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl. Gerade Familien wüssten das Wohnen in der Stadt, verbunden mit Kindergartenvollversorgung, einer breiten Palette qualifizierter Schulen, zahlreichen Sport- und Freizeiteinrichtungen und guten Busverbindungen in die Stadtteile zu schätzen. Seine Qualitäten als familienfreundliche Stadt werde Bayreuth auch zukünftig weiter ausbauen, so OB Dr. Hohl. „Unser Ziel muss es sein, möglichst vielen jungen Menschen hier vor Ort eine dauerhafte Lebensperspektive zu eröffnen.“

Aber auch im gewerblichen Bau gab es nennenswerte Großprojekt – so etwa der Umbau des Mainauenparks an der Himmelkronstraße. Nicht zu übersehen war auch der Abriss des alten Sparkassengebäudes am Markt, an dessen Stelle in den kommenden Monaten ein Neubau der Firma Hugendubel errichtet wird.

Kräftig investiert hat die städtische Gewog. 8,7 Millionen Euro sind in den vergangenen Monaten in Umbau, Sanierung und Modernisierung bestehender sowie in den Bau neuer, öffentlich geförderter Wohnungen geflossen. Letztere entstehen derzeit schwerpunktmäßig in der Leerstraße, der Egerländer Straße und im Zuge der neuen Wohnanlage „Am Herzog“ in der Kulmbacher Straße. Modernisiert und umgebaut wurden Dutzende von Wohnungen unter anderem in der Wotanstraße, der Funkstraße, der Hedwigstraße oder der Justus-Liebig-Straße. Allein für ihr Modernisierungsprogramm hat die Gewog gut vier Millionen Euro investiert. Dabei kommt auch der Umweltschutz nicht zu kurz. Bei anstehenden Moder-nisierungsarbeiten werden beispielsweise Pelletheizungen und Solaranlagen eingebaut. Gleiches gilt für den Neubau an der Kulmbacher Straße, für den ein um 30 Prozent unter Neubauniveau liegender Energieverbrauch realisiert wird.

Das städtische Hochbauamt wiederum hat im zuende gegangenen Jahr 10,5 Millionen Euro für Umbau-, Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen an 35 Projekten ausgegeben. Schwerpunkt der Aktivitäten waren erneut Bayreuths Schulen. Hier wurde gleich an zwei Dutzend Baustellen gearbeitet. Doch auch die Verbesserung des Brandschutzes und der elektrotechnischen Anlagen im Neuen Rathaus schlugen zu Buche. Umfangreiche Bauarbeiten gab’s zudem im Kommunale Jugendzentrum, im Hans-Walter-Wild-Stadion, in den städtischen Kindertagesstätten oder im Kunsteisstadion.

Ein Meilenstein im Baugeschehen der Stadt war zweifellos die Fertigstellung der neuen Zentralen Omnibus-Haltestelle am Hohenzollerneck. Zusammen mit dem Umbau des städtischen Anwesens Maxstraße 48 zur attraktiven Fußgängerpassage wurden hier rund 14 Millionen Euro investiert. Mit dem Abzug der Stadtbusse stehen die Zeichen am Markt auf Fortentwicklung. Rund zehn Millionen Euro will die Stadt in den kommenden Jahren für die architektonische Umgestaltung von Bayreuths „guter Stube“ ausgeben. Die ersten Bauarbeiten sollen möglichst noch 2008 beginnen.

Mit der Einweihung des neuen Gesundheits- und Dienstleistungszentrums im denkmalgeschützten C-Bau auf dem Areal der ehemaligen Neuen Spinnerei gehört zudem eine der bedeutendsten Industriebrachen der jüngeren Stadtgeschichte endlich der Vergangenheit an. Bayreuths spektakuläres Kinderhaus an der Munckerstraße ist so gut wie fertig. Das neue Alten- und Pflegeheim des Bayerischen Roten Kreuzes an der Dr.-Franz-Straße wurde eröffnet und die städtische Musikschule feiert in wenigen Tagen die offizielle Einweihung ihres neuen Konzert- und Probensaals an der Brandenburger Straße.