Stadt Bayreuth

09.05.2016

9. Tag der Logistik – Eine Nachlese

Unter dem Motto „Bayreuth in der Mitte der Weltmeere“  luden IHK für Oberfranken Bayreuth und Stadt Bayreuth im Rahmen der bundesweiten Initiative der Bundesvereinigung Logistik am 21. April 2016 zum „9. Tag der Logistik“ ein. Die Veranstaltung bot Unternehmen bzw. Organisationen aus Industrie, Handel und Dienstleistung die Möglichkeit, sich über logistische Verbindungen der Region zu den wichtigsten Im-und Exporthäfen Europas und den damit verbundenen Herausforderungen zu informieren. Mittels mehrerer Fachvorträge wurde deutlich, dass die Region Bayreuth zwar gut an die Seelogistik angebunden ist, es aber auch immer noch Hemmnisse insbesondere bzgl. der Bahnverbindungen gibt.
Diesjähriger Gastgeber war die Fraunhofer-Projektgruppe Prozessinnovation, deren neues Büro- und Forschungsgebäude besichtigt werden konnte. Neben den Räumlichkeiten wurde auch das fachliche Leistungsspektrum der Fraunhofer Einrichtung vorgestellt.

In ihren Grußworten betonten Frau Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe, Herr IHK-Vizepräsident Michael Möschel und Herr Dr.-Ing. Stefan Freiberger von der Fraunhofer-Projektgruppe Prozessinnovation die lange Tradition des „Tags der Logistik“ in Bayreuth. Sie griffen aber auch aktuelle Themen bezogen auf das diesjährige Motto wie den Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes 2030 und die Grenzkontrollen auf.

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TdL_2016_Referenten

Den Reigen der Fachvorträge eröffnete Herr Hans-Henrik Westermann, der Kompetenzfeldleiter Regenerative Produktion, Logistik und Qualität, mit der Vorstellung des Gastgebers und dessen fachlichem Angebot  (Link 01). Als Partner der Industrie und Wissenschaft bietet die Fraunhofer-Projektgruppe Prozessinnovation in Bayreuth ihren Kunden Beratung von der Fabrikplanung bis zur Ressourceneffizienz. Im Hinblick auf logistische Fragestellungen geht es v.a. um die Verbesserung innerbetrieblicher Abläufe. Im Anschluss daran referierten Herr Tom Drews und Herr Paul Molenda von der Fraunhofer-Projektgruppe Prozessinnovation zum Themenfeld „Strategische Standortwahl unter Berücksichtigung logistischer Zielkonflikte“  (Link 02). Hierbei zeigten die Referenten anhand eines Fallbeispiels exemplarisch den Ablauf einer strategischen Standortplanung und -bewertung auf sowie die Eignung von Regionen und Logistikstandorten für verschiedene Aufgaben.

Frau Ingrid Rossmeier, Süddeutschland-Repräsentantin des Port of Rotterdam gewährte im Anschluss daran unter dem Thema „Ship your cargo in more ways than ever make it happen“  (Link 03a) Einblicke in die logistischen Kompetenzen des Hafens Rotterdams. Mit einem sich über 40 Kilometer erstreckendem Hafen- und Industriegebiet, einer Wassertiefe von 24 Metern und einem schleusenlosen Zugang für Schiffe für bis zu mehr als 19.000 TEU stellt ebendieser den größten Seehafen Europas dar. Darüber hinaus finden Sie im Anhang eine Präsentation zu bayrolo – BAVARIAN ROTTERDAM LOGISTICS OPTIMIZING (Link 03b).

Herr Guido Ellner von der bayernhafen Gruppe Regensburg stellte in seinem Vortrag „Wirtschafts- und Innovationskraft der bayernhafen Gruppe“  (Link 04) die sechs Standorte und deren Leistungsangebote vor. 2015 leisteten die Häfen einen Gesamtumschlag von 30.730.000 t. Darunter 9.710.000 t Umschlag per Schiff und Bahn, was 404.583 eingesparte LKW-Fahrten entspricht. Besonders erwähnenswert ist eines der neusten Angebote am Standort Nürnberg. Mit „Rail Eurasia“ können Waren seit Dezember 2015 über eine wöchentliche, sich über 10.000 km erstreckende Containereisenbahnverbindung in die chinesische Metropole Chengdu und weitere chinesische Städte verbracht werden. Nähere Informationen hierzu finden Sie im Internetportal der Logistikkooperation Nürnberg. Zudem informierte Herr Guido Ellner über das Projekt NiKRASA, einem System, um nicht-kranbare Sattelauflieger kranbar zu machen.

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Auf dieses System ging in dem letzten Fachvortrag zum Thema „Wie wird die Region optimal an die Schiene im Güterverkehr angebunden?“  (Link 05) auch Herr Karl Fischer von der LKZ Prien GmbH ein. Ferner eruierte er die zukünftigen Herausforderungen hinsichtlich des Güterschienenverkehrs ab Bayreuth und verwies auf weitere Verbindungsmöglichkeiten über Schiene und Wasserwege in und aus der Region.

Nach den Fachvorträgen erfolgte eine Führung durch das Fraunhofer-Gebäude, wobei verschiedene Mitarbeiter über die jeweiligen Tätigkeitsbereiche und aktuelle Forschungsprojekte der Fraunhofer-Projektgruppe Prozessinnovation informierten. Beim abschließenden „Get together“ konnten sich die Teilnehmer wie schon bei der kurzen Kaffeepause fachlich austauschen.

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Die IHK für Oberfranken und die Stadt Bayreuth bedanken sich bei allen TeilnehmerInnen und ReferentInnen für Ihr Interesse sowie Mitwirken und freuen sich auf den nächsten „Tag der Logistik“ im kommenden Jahr.

Alle Präsentationen des 9. Tag der Logistik im pdf-Format zum Download: