Stadt Bayreuth

23.04.2015

900 Jungen und Mädchen entdecken die Berufswelt

Große Resonanz auf den diesjährigen Girls‘ und Boys‘ Day in Unternehmen der Region
Beim diesjährigen Boys‘ und Girls‘ Day hatten Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse wieder die Gelegenheit, Einblicke in eher geschlechteruntypische Berufe zu nehmen und mit Unternehmern ins Gespräch zu kommen. Durch Einblicke in den Arbeitsalltag erfuhren sie Neues zu Berufsbildern und wo Unternehmen in der Region Arbeitskräfte suchen. Dass die Unternehmen in Zeiten des Fachkräftemangels und zurückgehender Zahlen bei den Auszubildenden den Girls‘ Day und Boys‘ Day aktiv nutzen, zeigt die hohe Beteiligung. 250 Unternehmen und Organisationen in Bayreuth und Kulmbach boten über 1.300 offene Plätze an.

Neben den Berufsfeldern in Technik, Handwerk und Naturwissenschaft ist die IT eine Branche, die sich verstärkt jungen Frauen öffnet. Bayreuths Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe vermittelte sich hiervon vor Ort beim Bayreuther Unternehmen kubusIT, einem großen IT-Dienstleister für das Gesundheitswesen, einen Eindruck. Zehn Mädchen lernten dort Computer zu reparieren und erhielten zugleich einen Einblick in den Beruf der Fachinformatikerin.

„Die jungen Frauen, die die Schulen verlassen, starten oft hervorragend ausgebildet ins Berufsleben: Ihre Kompetenzen müssen wir künftig in allen Berufen viel stärker noch als heute schon nutzen“, so Matthias Mörk, der als Fachkräftemanager mit seiner Kollegin Heidi Galster beim Regionalmanagement den Berufetag organisiert.

Dass auch Jungs in vielen Berufsfeldern noch unterrepräsentiert sind, konnte die Oberbürgermeisterin bei der zweiten Station des Tages erleben. „Die Gesundheits- und Krankenpflege braucht Jungs“, hieß das Angebot in der Berufsfachschule für Krankenpflege am Bayreuther Bezirkskrankenhaus – und zwölf Jungs folgten dem Aufruf. Beim Rundgang über die Stationen konnten sie mit Ärzten und Pflegekräften das Eingipsen oder die Wiederbelebung üben und den Blutdruck und Herzschlag messen.

Ein Schüler brachte es schließlich auf den Punkt: „So cool hätte ich mir das nicht vorgestellt.“