Stadt Bayreuth

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11.03.2010

Altlasten am Roten Main

Stadt, Bezirk und Wasserwirtschaftsamt arbeiten an Beseitigung – Umweltamt veranlasst weitere Bodenproben

Bei den derzeit laufenden Bauarbeiten für das neue Hochwasserrückhaltebecken Obere Röth am Roten Main wurden im Erdreich Altlasten freigelegt. Wie die Stadt Bayreuth mitteilt, arbeitet das Rathaus gemeinsam mit dem Bezirk Oberfranken, der für die Baumaßnahme verantwortlich ist, und dem Wasserwirtschaftsamt als Fachbehörde an deren Beseitigung. Das Aushubmaterial wird derzeit zwischengelagert und soll dann vom Bauherrn auf einer Deponie entsorgt werden.

Bei dem fraglichen Erdaushub handelt es sich nicht um problematische Reststoffe und auch nicht um Sondermüll. Vielmehr wurden bei den Bauarbeiten Ablagerungen freigelegt, die wohl aus der Nachkriegszeit stammen. Gefunden wurden zum Beispiel Bauschutt, Schlacke, Asche, Metalle, Porzellan, Glasreste oder Dachpappe.

Aus den an die Baustelle angrenzenden Grundstückbereichen, die vom Erdaushub nicht unmittelbar betroffen sind, sollen jetzt Proben entnommen werden. Das städtische Umweltamt beabsichtigt, hierzu ein Sachverständigenbüro einzuschalten. Anhand der Bodenproben werden dann – sollten sich auch in den angrenzenden Bereichen Belastungen ergeben – das Gefährdungspotential abgeschätzt und der etwaige Sanierungsaufwand in Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt geklärt. Die Sondierungen werden sich auch auf Teilflächen der geplanten Landesgartenschau 2016 erstrecken, da dort das ehemalige Mainbett (Altarm) auch in der der Nachkriegszeit aufgefüllt wurde. Der Stadt liegen hierzu aber bislang keine Erkenntnisse über etwaige Belastungen vor.