Stadt Bayreuth

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01.03.2010

Am Bildungsstandard wird gefeilt

Stadt Bayreuth hat in den Jahren 2006 bis 2009 rund 24,5 Millionen Euro in Schul-Baumaßnahmen investiert

Bayreuth ist eine ausgesprochene Schul- und Bildungsstadt. Mehr als 70 Einrichtungen der schulischen und beruflichen Aus- und Weiterbildung sind hier zu finden. Ihre Qualitäten als Bildungsstandort mit großem regionalem Einzugsbereich lässt sich die Stadt einiges kosten: Allein in Baumaßnahmen an Schulen wurden in den vergangenen vier Jahren rund 24,5 Millionen Euro investiert. Der laufende Bauunterhalt verschlang in diesem Zeitraum weitere drei Millionen Euro – und ein Ende ist nicht in Sicht.

Über 20 Schulen sind in den Jahren 2006 bis 2009 baulich auf Vordermann gebracht beziehungsweise für die Anforderungen einer sich wandelnden Bildungslandschaft fit gemacht worden – darunter so prägnante Projekte wie die Albert-Schweitzer-Schule, in deren Ganztagsbeschulung mehr als 3,6 Millionen Euro investiert wurden.

Erweiterungsbau der Albert-Schweitzer-Schule

Weitere 7,2 Millionen Euro flossen beispielsweise über vier Jahre hinweg in das Graf-Münster-Gymnasium. Hier standen vor allem die Erfordernisse des neuen achtstufigen Gymnasiums im Vordergrund. Gleiches gilt auch für die anderen drei Bayreuther Gymnasien, für die die Stadt als Sachaufwandsträger in der Verantwortung steht. Allein ins Richard-Wagner-Gymnasium etwa wurden in einem dreijährigen Sanierungsprogramm mehr als 2,3 Millionen Euro gesteckt. Ebenfalls ein dicker Brocken in der Statistik des städtischen Hochbauamtes ist die Staatliche Fachoberschule (FOS). Hier hat die Stadt in den Jahren 2008 und 2009 mehr als 3,1 Millionen Euro investiert.

Ein Ende des Sanierungs- und Ausbaumarathons ist nicht in Sicht: Mit dem Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasium, der Städtischen Wirtschaftsschule oder der Volksschule St. Georgen stehen – um nur drei Beispiele zu nennen – weitere große Aufgaben im Schulbereich für die nahe Zukunft an. „Die Stadt steht für rund zwei Dutzend Schulen als Sachaufwandsträger in der Pflicht. Sie alle immer wieder aufs Neue fit zu machen für die Anforderungen unserer schnelllebigen Zeit, ist eine Mammutaufgabe“, so Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl. Alljährlich müsse der städtische Haushalt hierfür millionenschwere Beträge aufbringen, die ohne staatliche Zuschüsse gar nicht zu schultern wären. „Unsere Schulen stehen auch in den kommenden Jahren ganz oben auf der kommunalpolitischen Prioritätenliste“, betont der Oberbürgermeister. Die Stadt werde dabei bis an die Grenze des Machbaren belastet: „Alles auf einmal geht nicht, auch wenn wir uns das noch so sehr wünschen.“