Stadt Bayreuth

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14.10.2008

Annäherungen an Markgräfin Wilhelmine

Vortragsreihe von Kulturamt und Volkshochschule beleuchtet die vielschichtige Persönlichkeit der berühmten Markgräfin

Mit einer Vortragsreihe nähert sich die vhs der Markgräfin Wilhelmine von BayreuthUnter dem Titel „Wir, Wilhelmine, königliche Hoheit – eine Prinzessin stellt sich vor“ hat das städtische Kulturamt in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule eine Vortragsreihe zusammengestellt, die durch kompetente Referenten die unterschiedlichen Aspekte der berühmten Markgräfin beleuchten lässt. Die Reihe startet am Donnerstag, 23. Oktober, um 19.30 Uhr, im Historischen Sitzungssaal des Alten Rathauses mit einem Vortrag von Dr. Frank Piontek. Er trägt den Titel „So schwankt ihr Bild in der Geschichte. Wilhelmine von Bayreuth im Urteil der Nachwelt“.

Wilhelmine von Bayreuth polarisiert noch heute. Für die einen ist sie die kunstsinnige Fürstin, für die anderen vor allem eine schlechte, also keine „Landesmutter“ gewesen. Wie sich das Bild der Wilhelmine in den letzten 250 Jahren entwickelte – dieser spannenden, zwischen der internationalen Politik und der preußisch-deutschen Geistesgeschichte changierenden Frage geht der Vortrag nach.

Am Donnerstag, 30. Oktober, wiederum beleuchtet Oskar Sauer ebenfalls um 19.30 Uhr im Alten Rathaus den Besuch Voltaires bei Markgräfin Wilhelmine. Im September 1743 stand der gefeierte Franzose am Bayreuther Hof im Mittelpunkt eines glanzvollen Kulturfestivals. Da blieb ihm verständlicherweise keine Zeit zum Briefe schreiben, und weil in beider Memoiren nichts über dieses Ereignis zu lesen ist, kann man nur aus ihrer späteren Korrespondenz den Verlauf des Besuchs erschließen. Dabei wandelte sich im Schatten des Siebenjährigen Krieges Voltaires gekünstelter Eremiten-Jargon zum Ausdruck tief empfundener Freundschaft.