Stadt Bayreuth

IM FOKUS

17.07.2008

Arbeiten auf Papier und Skulpturen

Günther Uecker stellt im Kunstmuseum aus

Günther Uecker: Bildrituale, Foto übermalt, 1981Günther Uecker stellt vom 29. Juni bis 12. Oktober Arbeiten auf Papier und Skulpturen im Kunstmuseum Bayreuth aus. Die Vernissage findet am Sonntag, 29. Juni, um 11 Uhr statt.

Günther Uecker wurde 1930 in Mecklenburg geboren. Von 1949 bis 1953 studierte er in Wismar und an der Kunstakademie in Berlin-Weißensee, 1953 wechselte er nach Westdeutschland und 1955 an die Kunstakademie Düsseldorf. Dort entstanden Ende der 50er Jahre die ersten, für ihn typischen dreidimensionalen, weiß bemalten Reliefs aus Nägeln, die sogenannten „Nagelbilder“. Ihr Thema: Die Wechselwirkung von Licht und Schatten. In einem weiteren Schritt entdeckte er die kinetische Lichtkunst.

Mit der Aufführung des „Terrororchesters“ in der Kunsthalle Baden-Baden, einer lärmenden Installation aus 20 Maschinen, Staubsaugern, einer Wäschetrommel sowie Hammer und Sichel, erregte Uecker bundesweit Aufsehen. Uecker arbeitete auch für verschiedene Theater, so entwarf er 1979 das Bühnenbild und die Kostüme für den Richard Wagners „Lohengrin“ in Bayreuth.

Günther Uecker hat den Bildcharakter des Bildes zugunsten des Strukturcharakters aufgebrochen. Seine Zeichnungen und Prägedrucke sind – wie seine Benagelungen – von synästhetischen Dimensionen geprägt. In ihnen finden sich Naturstrukturen, Notationen oder Schriftzeichen. Seine Aquarelle entstanden vor allem auf seinen zahlreichen Reisen in ferne Länder.

Die Ausstellung ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr (Juli/August auch Montag) im Bayreuther Kunstmuseum zu besichtigen.

www.kunstmuseum-bayreuth.de