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14.05.2010

Arturo Toscanini: Vom Plüschtheater ins Tonstudio

Sonderausstellung in Haus Wahnfried zum internationalen Museumstag am 16. Mai

Arturo Toscanini; Foto: Nationalarchiv der Richard-Wagner-Stiftung BayreuthDas Richard-Wagner-Museum ist anlässlich des 33. Internationalen Museumstags am Sonntag, 16. Mai, von 10 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. Der Internationale Museumstag wird alljährlich vom ICOM (International Council of Museums) und dem Deutschen Museumsbund ausgerufen und steht in diesem Jahr unter dem Motto „Museen für gesellschaftliches Miteinander“.

In diesem Rahmen präsentiert das Richard-Wagner-Museum vom 16. Mai bis 31. August die Ausstellung „Arturo Toscanini – Vom Plüschtheater ins Tonstudio“, die vom Büro ARTES, Schweiz (Dr. Verena Naegele und Sibylle Ehrismann) konzipiert und kurartiert wurde.

Arturo Toscanini zählt zu den großen Dirigentengenies des 20. Jahrhunderts. Mit der italienischen Oper aufgewachsen, verschaffte sich der junge Toscanini mit untrüglichem Gehör und genauster Partiturkenntnis den Respekt der besten Orchester. Sein künstlerisches Credo war höchste spieltechnische Präzision, rhythmische Prägnanz und eindeutige Partiturtreue. Das Werk des Komponisten, und nicht die Allüren der Interpreten sollten das Maß aller Dinge sein.

Toscanini hat die musikalische Interpretation der angestaubten Plüsch-Oper im Geist des 19. Jahrhunderts substantiell erneuert. In den USA hat er später vorwiegend als Konzertdirigent Furore gemacht. Das eigens für ihn zusammengestellte NBC Orchestra dirigierte er mit großer Leidenschaft. Dabei wurden die neuen technischen Möglichkeiten von Radio und Fernsehen für Toscanini zur neuen Herausforderung.

Die Ausstellung spannt den Bogen von Toscaninis Wirken im „populären“ italienischen Opernbetrieb bis zum akustisch isolierten, aber weit ausstrahlenden Aufnahmestudio in den USA. Zahlreiche wenig bekannte Dokumente aus dem Nationalarchiv der Richard-Wagner-Stiftung belegen zudem die immense Bedeutung des Maestro für die Bayreuther Festspiele, wo er 1930 und 1931 als erster nicht-deutschsprachiger Dirigent die musikalische Leitung von „Tannhäuser“, „Tristan“ und „Parsifal“ inne hatte.

Info:
Richard-Wagner-Museum mit Nationalarchiv der Richard-Wagner-Stiftung
Richard-Wagner-Straße 48
Telefon (09 21) 7 57 28 16

Öffnungszeiten:
täglich von 10 bis 17 Uhr
im Juli und August täglich von 9 bis 17 Uhr und zusätzlich dienstags und donnerstags bis 20 Uhr

www.wagnermuseum.de/