Stadt Bayreuth

IM FOKUS

ONLINE-TERMINRESERVIERUNG

23.12.2009

Auch 2009 millionenschwere Bauinvesitionen

Trotz Wirtschaftskrise verzeichnete Bayreuth 2009 ein reges Baugeschehen

Die Folgen der internationalen Wirtschafts- und Finanzkrise haben auch beim Baugeschehen in Bayreuth 2009 ihre Bremsspuren hinterlassen. Dennoch: Bayreuth war auch im abgelaufenen Jahr ein gefragter Standort für Bauinvestitionen, so dass die Statistik aus dem Rathaus im Rückblick ein Baugeschehen auf nach wie vor hohem Niveau verzeichnet. Die außergewöhnlich guten Zahlen des Vorjahres konnten allerdings nicht erreicht werden.

337 Baugenehmigungen hat das Rathaus bis 21. Dezember 2009 erteilt. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es zum gleichen Zeitpunkt 371. Damit bewegt sich das örtliche Baugeschehen nach wie vor auf einem hohen Niveau. Denn hinter dieser nüchternen Zahl stehen Investitionen in Höhe von immerhin rund 68 Millionen Euro. Kräftig gebaut haben zudem auch die städtische Gewog und das Hochbauamt der Stadt. Beide zusammen haben knapp 18,5 Millionen Euro bewegt.

Ein wichtiger Schwerpunkt des Baugeschehens in Bayreuth war einmal mehr der private Wohnungsbau. Hier weist die städtische Statistik Bauprojekte für 145 Wohnungen, davon 45 Ein- und Zweifamilienhäuser aus. „Als überschaubare Stadt mittlerer Größe mit vielfach großstädtischen Angeboten ist Bayreuth attraktiv für jung und alt“, so Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl. Gerade Familien wissen das Wohnen in der Stadt, verbunden mit einer breiten Palette von familienfreundlichen Leistungsangeboten, qualifizierten Schulen, zahlreichen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie guten Busverbindungen in die Stadtteile zu schätzen. Seine Qualitäten als familienfreundliche Stadt werde Bayreuth, so Dr. Hohl, auch künftig weiter ausbauen – nicht zuletzt, um Bevölkerungssubstanz zu halten und jungen Menschen in der Region eine dauerhafte Lebensperspektive zu eröffnen.

Aber auch im gewerblichen Bereich gab es nennenswerte Großprojekte – so etwa der Baubeginn für ein Ärztehaus in der Eduard-Bayerlein-Straße oder für ein Logistikzentrum der Firma Medi in der Medicusstraße, die Fertigstellung des Neubaus der VR-Bank am Hohenzollerring oder die Aufnahme der Nutzung im Fabrikneubau der Firma MTS im Gewerbegebiet Wolfsbach. Dort hat 2009 auch die Holzgroßhandels-Firma Thalhofer ihren Neubau in Betrieb genommen.

Investitionen der Gewog

Erneut kräftig investiert hat 2009 die städtische Gewog. Gut neun Millionen Euro sind in den vergangenen Monaten in Umbau, Sanierung und Modernisierung bestehender sowie in den Bau neuer, öffentlich geförderter Wohnungen geflossen – so in zwei Neubauprojekte in der Seestraße. Modernisiert und umgebaut wurden Dutzende von Wohnungen unter anderem in der Leuschnerstraße, in der Wotanstraße oder in der St. Wolfgang-Straße. Allein für ihr Modernisierungsprogramm hat die Gewog über 3,9 Millionen Euro investiert.

In reine Instandhaltungsmaßnahmen flossen weitere 2,95 Millionen Euro. Fassaden, Dächer, Fenster, Balkone oder Treppenhäuser wurden beispielsweise in Wohnanlagen in der Albrecht-Dürer-Straße, in der Scheffelstraße, Funkstraße oder Erlkönigstraße erneuert. Und für knapp 90.000 Euro ist an der Scheffelstraße ein neues Beachvolleyball- und Basketballfeld entstanden, das seit Juni 2009 zur Verfügung steht.

Baustellen an Bayreuths Schulen

Das städtische Hochbauamt hat im zu Ende gegangenen Jahr 9,4 Millionen Euro für Umbau-, Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen an 31 Projekten ausgegeben. Schwerpunkt der Aktivitäten waren einmal mehr Bayreuths Schulen. Hier wurde gleich an 18 Baustellen gearbeitet. Doch auch der Startschuss für den Umbau des ehemaligen Oberpaur-Hauses zu einem Haus des lebenslangen Lernens als Domizil für Stadtbibliothek und Volkshochschule stand und steht für die kommenden Monate ganz oben auf der Agenda.

Generalsaniert wurde zudem beispielsweise für weit über 400.000 Euro das Kommunale Jugendzentrum, das Hans Walter Wild-Stadion hat einen neuen Kunstrasenplatz bekommen und im Hallenbad des SVB wurde der 2. Bauabschnitt der dringend notwendigen Dachsanierung in Angriff genommen. Bauarbeiten im Neuen Rathaus, in der Feuerwache, im Urwelt-Museum sowie im Kunstmuseum – hier wurde die Klimaanlage nachgerüstet – schlugen ebenfalls zu Buche.

Bayreuths Schulen – hier das Graf-Münster-Gymnasium – waren ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt für das städtische Hochbauamt.