Stadt Bayreuth

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28.02.2008

Auf dem Weg zum Technologiezentrum

OB Dr. Hohl sieht gute Chancen auf baldige Realisierung

Die Idee eines Bayreuther Technologiezentrums in direkter Nachbarschaft zum Kompetenzzentrum für Neue Materialien gewinnt an Kontur. Wie Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl mitteilt, verdichten sich die Signale für eine positive Investorenentscheidung. Mit Blick auf eine rasche Realisierung bestehe Grund zum Optimismus. Zahlreiche Anfragen und konkrete Wünsche von technologieorientierten Unternehmen nach Mietflächen in der Nähe der Werkstoffexperten verdeutlichten den Bedarf an einem zusätzlichen Gebäudekomplex.

Damit nimmt die Entwicklung der Anhöhe im Süden  Bayreuth zu einem Technologiepark zusätzlich an Fahrt auf, nachdem dort erst vor kurzem bereits der Bau einer hochmodernen Turbinenschaufelfabrik begonnen hat.

Der Bedarf an einem Technologiezentrum wurde von Projektentwicklern mit viel Interesse festgestellt. Derzeit prüfen mehrere Investoren ein Engagement, obwohl für ein solches Zentrum bislang keine offensive Werbung stattfand. Nach dem fortgeschrittenen Planungsstand eines dieser Investoren sind für das Technologiezentrum etwa 2.200 Quadratmeter Büro- und Laborflächen sowie weitere 2.700 Quadratmeter für Produktions- und Lagerflächen vorgesehen.

Bemerkenswert ist der Umstand, dass sich die Mietinteressen lediglich aus den laufenden Kontakten rund um die Neuen Materialien ergeben haben. Darunter sind ehemalige Existenzgründer, deren Unternehmen aus dem Bayreuther Gründerzentrum, welches in das Kompetenzzentrum integriert ist, herauswachsen. In Fachkreisen wird davon ausgegangen, dass bei einer überregionalen Vermarktung noch weitere Unternehmen eine Ansiedlung am Technologiehügel ins Kalkül nehmen werden.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Technologieorientierte Jungunternehmen und Ausgründungen, aber auch etablierte Unternehmen profitieren von den engen Kontakten zum Kompetenzzentrum Neue Materialien, das sich als Forschungsdienstleister für die Industrie versteht. Allerdings muss für die Entwicklung innovativer Produkte und zur Markterschließung enormer finnzieller Aufwand betrieben werden. “Der Kauf oder Bau eines eigenen Gebäudes ist in dieser Phase von den wenigsten Unternehmen zu schultern”, unterstreicht Günter Finzel, Leiter der Wirtschaftsförderung der Stadt Bayreuth,  “weshalb uns die Planungen von Projektentwicklern für ein Technologiezentrum höchst willkommen sind.”

Bereits jetzt verfügt Bayreuth im Bereich der Hightech-Werkstoffe über eine lückenlose Innovationskette von der Grundlagenforschung bis hin zur Anwendungstechnik. Das Projekt eines Technologiezentrums stellt eine weitere Differenzierung des Angebotes der Werkstoffregion Oberfranken sowie eine wichtige Ergänzung des Bayreuther Gründerzentrums dar. “Das Investoreninteresse freut mich sehr, überrascht jedoch nicht. Nach der umfassenden Investition des Freistaats Bayern in die Forschungsinfrastruktur in Bayreuth sind jetzt die Marktkräfte deutlich zu spüren. Nun werden die Ergebnisse der Forschung und Entwicklung von Neuen Materialien in marktfähige Innovationen umgewandelt. Die Stadt Bayreuth sieht ihre Aufgabe darin, dies nach besten Kräften zu unterstützen, um sich als wirtschaftsfreundlicher Hightech-Standort zu profilieren”, betont Oberbürgermeister Dr. Hohl.