Stadt Bayreuth

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23.05.2006

Aufbau eines Kinder- und Jugendparlaments

In Bayreuth wird es womöglich schon bald ein Kinder- und Jugendparlament geben. In seiner jüngsten Sitzung hat sich der Jugendausschuss des Stadtrats ausführlich mit der Thematik befasst. Die Verwaltung wurde beauftragt, unter Einbindung des Stadtjugendrings, der Schülermitverwaltungen und weiterer Jugendgruppen ein entsprechendes Konzept auszuarbeiten. Bereits 1996 war erstmals die Einrichtung eines solchen Parlaments von den Stadträtinnen Petra Nölkel und Sigrid Engelbrecht beantragt, die Entscheidung hierüber jedoch zurückgestellt worden.

Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl hatte zu den Beratungen folgendes Thesenpapier vorgelegt, in dem er sich nachdrücklich für ein solches Kinder- und Jugendparlament ausspricht:

„Die Stadt Bayreuth benötigt zu ihrer Bestandssicherung und zu ihrer Fortentwicklung junge Menschen und vor allem mehr Kinder. Wir müssen deshalb jungen Familien das Leben in unserer Stadt so leicht und angenehm wie möglich machen und unser besonderes Augenmerk auch auf Kinder und Jugendliche richten. Ich trete nachhaltig dafür ein, die Beteiligungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen auf städtischer Ebene zu verbessern.

Mehr politische Mitwirkungsmöglichkeiten

Junge Menschen müssen die Möglichkeit erhalten, verantwortungsbewusst an politischen Entscheidungen in der Stadt mitzuwirken, von denen sie heute, aber auch morgen betroffen sind. Junge Menschen sollen sich stärker mit ihrem örtlichen Lebensumfeld identifizieren können und das Gefühl bekommen, in der Stadt ernst genommen zu werden.

In meinen Gesprächen mit jungen Menschen habe ich festgestellt, dass viel Interese besteht, selbst an der Gestaltung unserer Stadt mitzuwirken. In einem Jugendparlament können politische Zusammenhänge und Entscheidungen lebendiger und durchschaubarer werden und Demokratie erfahrbar gemacht werden.

Die Interessen von Jugendlichen mehr berücksichtigen

Letztlicht geht es entscheidend darum, die Wünsche, Bedürfnisse und Interessen von Kindern und Jugendlichen noch mehr in der Kommunalpolitik zu berücksichtigen.

Ich verkenne nicht, dass es viele Möglichkeiten zum Mitmachen und zur Beteiligung von jungen Menschen gibt und die Stadt Bayreuth es in der Vergangenheit auch praktiziert hat. An erster Stelle möchte ich den Stadtjugendring nennen, der die Interessen von jungen Menschen bisher in anerkennenswerter Weise vertreten hat. Seine Mitarbeit wird auch im künftigen Jugendparlament unerlässlich sein. Selbstverstzändlich soll auch der Jugendausschuss des Stadtrats der Stadt Bayreuth weiterhin seinen gesetzlichen Auftrag erfüllen. Darüber hinaus begrüße ich jede Form der Beteiligung von jungen Menschen, wie sie bereits heute erfolgreich durchgeführt wird, zum Beispiel bei der Gestaltung von Kinderspielplätzen oder in den Jugendzentren in unseren Stadtteilen.

Die Erfahrungen aus den vergangenn Jahren zeige jedoch auch, dass es uns bisher nicht in ausreichendem Maße gelungen ist, junge Menschen an die Kommunalpolitik heranzuführen. Daher trete ich für ein Jugendparlament ein, wobei Fragen der Ausgestaltung zunächst auf breiter Basis mit Kindern und Jugendlichen diskutiert werden sollten.“