Stadt Bayreuth

IM FOKUS

ONLINE-TERMINRESERVIERUNG

15.08.2011

Ausstellung: Franz Liszt und Bayreuth

Ausstellung des Historischen Museums spürt den Verbindungen Liszts zu Bayreuth nach

Liszt-Büste vor dem Franz-Liszt-Museum der Stadt Bayreuth.„Franz Liszt und Bayreuth“ lautet der Titel einer Ausstellung, die das Historische Museum Bayreuth vom 29. Juni bis 3. Oktober in seinen Räumen am Kirchplatz 4 zeigt. Die Ausstellung, die im Rahmen des Bayreuther Liszt-Jubiläumsprogramms 2011 gezeigt wird, thematisiert die Verbindungen Franz Liszts zu Bayreuth, beginnend mit seinem ersten Besuch in Wahnfried bis zum Bau des Mausoleums auf dem Stadtfriedhof und beleuchtet das Umfeld, in dem der Komponist im Juli 1886 seine letzten Lebenstage verbrachte.

Zum ersten Mal in seinem Leben reiste Franz Liszt, bereits 61 Jahre alt, im Oktober 1872 nach Bayreuth, um seine Tochter Cosima und seinen Schwiegersohn Richard Wagner zu besuchen und den Bauplatz für das Festspielhaus zu besichtigen. Bis zu Wagners Tod folgten weitere elf Besuche, bei denen sich Liszt ein bis zwei Wochen in Bayreuth aufhielt, jedoch nicht immer bei den Wagners wohnte. Danach wurden die Reisen zu seiner Tochter seltener. Cosima Wagner setzte ihren berühmten und vom Publikum viel bewunderten Vater gerne als „Stargast“ ein, um den Soiréen und Empfängen im Hause Wahnfried eine besonderen Glanzpunkt zu verleihen, vor allem dann, als Wagner nicht mehr lebte.

Ende Juli 1886 kam Liszt mit einer beginnenden Lungenentzündung nach Bayreuth, nahm aber auf Cosimas Drängen trotzdem an den Aufführungen von „Parsifal“ sowie „Tristan und Isolde“ teil. Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich schnell und er erlag seiner Krankheit am 31. Juli 1886. Seit längerem war es seine Verfügung gewesen, dort begraben zu werden, „wo er dereinst sterben werde“. Diesem Wunsch entsprechend, wurde er nicht nach Weimar oder Rom als den beiden Hauptwohnsitzen seiner letzten Lebensjahre überführt, sondern auf dem Bayreuther Stadtfriedhof beigesetzt.

1887 errichtete der Münchner Architekt Gabriel von Seidl über der Grabstätte das kleine Mausoleum, das im Zweiten Weltkrieg zerstört und 1978/79 wieder aufgebaut wurde.

Die Ausstellung ist bis zum 3. Oktober zu sehen.

   
 

Historisches Museum Bayreuth
Kirchplatz 4, 95444 Bayreuth
Tel.: (09 21) 76 40 10

Öffnungszeiten
Dienstag – Sonntag: 10 – 17 Uhr
Juli/August auch montags