Stadt Bayreuth

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15.08.2006

Ausstellung in der Eremitage

Irmin FrankIm Rahmen der Kulturpartnerschaft mit dem österreichischen Burgenland zeigt die Stadt Bayreuth noch bis zum 27. September, täglich von 10 bis 18 Uhr, im Westflügel der Eremitage Batiken von Irmin Frank.

Irmin Frank wurde 1939 in Wien geboren und verbrachte ihre Schulzeit in Schärding am Inn. Sie studierte Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bei Professor Albert Paris Gütersloh. Nach der Geburt der beiden Kinder unterrichtete sie bis 1977 am Bundesrealgymnasium Oberpullendorf. 1969, 1970, 1973 und 1974 organisierte Irmin Frank in der Orangerie des Schlosses Esterhazy in Eisenstadt Maler-Symposien.

Auf der Suche nach unkonventionellen Bildträgern

Der Sonnentempel in der EremitageBereits während des Akademie-Studiums war die Künstlerin ständig auf der Suche nach Möglichkeiten zur Steigerung der farblichen Mittel und nach unkonventionellen Bildträgern. So kam es ab 1974 zur Auseinandersetzung mit der Technik der Batik; ein vor allem in Java und Indien entwickeltes Verfahren, um farbige Stoffmuster zu erzielen. Das Gewebe wird stellenweise mit Wachs abgedeckt und anschließed in eine Farblösung getaucht. Das Verfahren lässt sich mehrmals wiederholen, so dass eine vielfältige Musterung entsteht.

Irmin Frank hat diese Technik konsequent zur „Textilgrafik“ weiterentwickelt. Viele Jahre Erfahrung waren notwendig, um die Technik virtuos zu beherrschen. Als Trägermaterial verwendet sie Seide aus einer lombardischen Seidenfabrik, wo man die traditionelle Qualtität italienischen Handwerks weiterpflegt. Daraus ergibt sich die Verwendbarkeit ihrer Arbeiten auch als „Kunst zum Anziehen“ in Form von Tüchern, Schals und Kleiderstoffen.

Im ansprechenden Ambiente der Eremitage werden nun im Anschluss an die Ausstellung des Kunstvereins Bayreuth diese beeindruckenden. großformatigen Tücher und Batiken der Künstlerin die Augen und Sinne der Besucher verwöhnen.