Stadt Bayreuth

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28.12.2010

Bauinvestitionen in Bayreuth 2010 deutlich gestiegen

Städtische Statistik bilanziert im abgelaufenen Jahr Baugenehmigungen für rund 95 Millionen Euro

Der bundesweit zu spürende konjunkturelle Aufwärtstrend des Jahres 2010 hat sich auch beim Baugeschehen in der Stadt Bayreuth bemerkbar gemacht: Im Vergleich zum Krisenjahr 2009 weist die Statistik des Rathauses im Rückblick ein um 27 Millionen Euro höheres Investitionsvolumen in Bauprojekte aus.

356 Baugenehmigungen (2009: 337) hat das Rathaus im abgelaufenen Jahr (Stand: 21. Dezember 2010) erteilt. Das sind gut acht Prozent mehr als im Jahr zuvor. Und die Steigerung des damit verbundenen Investitionsvolumens fällt noch wesentlich deutlicher aus: Mit 95 Millionen Euro (2009: 68 Mio. Euro) lag es gleich um mehr als ein Drittel über dem Niveau des Vorjahres. Kräftig gebaut haben zudem auch die städtische Gewog und das Hochbauamt der Stadt. Beide zusammen haben über 20 Millionen Euro (2009: 18,5 Millionen Euro) bewegt.

Ein wichtiger Schwerpunkt des Baugeschehens in Bayreuth war einmal mehr der private Wohnungsbau. Hier weist die städtische Statistik Bauprojekte für 345 Wohnungen aus, davon 60 Ein- und Zweifamilienhäuser. Zum Vergleich: 2009 waren es mit 145 Wohnungen weniger als die Hälfte. „Als überschaubare Stadt mittlerer Größe mit vielfach großstädtischen Angeboten ist Bayreuth attraktiv für jung und alt", so Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl. Gerade Familien wissen das Wohnen in der Stadt, verbunden mit zahlreichen familienfreundlichen Leistungsangeboten, qualifizierten Schulen, attraktiven Freizeiteinrichtungen sowie guten Busverbindungen in die Stadtteile zu schätzen. „Hier werden wir auch künftig weiter an unseren Stärken arbeiten – nicht zuletzt, um Bevölkerungssubstanz zu halten und jungen Menschen in der Region eine dauerhafte Lebensperspektive zu eröffnen.“

Aber auch im gewerblichen Bereich gab es eine ganze Reihe nennenswerte Großprojekte – vom Baubeginn für ein neues Fabrikations- und Lagergebäude der Firma Hertel in der Carl-Kolb-Straße über eine neue Werkhalle der Firma Stäubli in der Theodor-Schmidt-Straße bis zur Erweiterung der Notaufnahme am Klinikum Bayreuth oder den Baubeginn für die neue Integrierte Rettungs-Leitstelle Bayreuth/Kulmbach.

Investitionen der Gewog

Erneut kräftig investiert hat 2010 die städtische Wohnungsbau- und Wohnungsfürsorgegesellschaft Gewog. 9,2 Millionen Euro sind in den vergangenen Monaten in Umbau, Sanierung, Modernisierung und Instandhaltung bestehender sowie in den Bau neuer Wohnungen geflossen – so in gleich zwei Neubauprojekte in der Seestraße. Modernisiert und umgebaut wurden Dutzende von Wohnungen unter anderem in der Justus-Liebig-Straße, der Robert-Koch-Straße oder der Leuschnerstraße. Allein in ihr Modernisierungs- und Sanierungsprogramm hat die Gewog 3,9 Millionen Euro gesteckt.

In reine Instandhaltungsmaßnahmen flossen weitere 2,5 Millionen Euro. Fassaden, Dächer, Fenster, Balkone oder Treppenhäuser wurden beispielsweise in Wohnanlagen am Bayernring, in der Spitzwegstraße, der Anton-Bruckner-Straße oder der Albrecht-Dürer-Straße erneuert. Und für weitere 300.000 Euro wurden die Außenanlagen im Wohnumfeld des Stadtteils St. Georgen/Insel aufgewertet.

Baustellen an Bayreuths Schulen

Das städtische Hochbauamt hat im zu Ende gegangenen Jahr über 11 Millionen Euro für Umbau-, Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen an 26 Projekten ausgegeben. Ein wichtiger Schwerpunkt der Aktivitäten waren auch im abgelaufenen Jahr wieder Bayreuths Schulen. Hier wurde gleich an neun Baustellen gearbeitet. Dickster Brocken ist die derzeit laufende Aufstockung des Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasiums, das für rund 2,3 Millionen Euro einen neuen Fachklassentrakt erhält. Doch auch in diesen Tagen abgeschlossene Umbau des ehemaligen Oberpaur-Hauses zu neuen Domizil für Stadtbibliothek und Volkshochschule stand ganz oben auf der Agenda. An zahlreichen öffentlichen Gebäuden wurden zudem energetische Sanierungsmaßnahmen vorgenommen -so beispielsweise beim Stadtbauhof, beim Kindergarten Tristanstraße, beim Gymnasium Christian-Ernestinum oder bei den Volksschulen Herzoghöhe und Meyernberg.

Im Rahmen eines vom Stadtrat beschlossenen Aktionspakets zur Schaffung von mehr Kinderkrippenplätzen haben zudem die beiden Kindergärten Grunau und Hagenstraße für zusammen 435.000 Euro Platz für zusätzlichen Krippengruppen bekommen.