Stadt Bayreuth

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16.09.2015

Bayreuth weiht neuen „Tekirdağplatz“ ein

Zur offiziellen Einweihung am 16. September kamen der türkische Konsul und eine Delegation aus der türkischen Partnerstadt nach Bayreuth

Bayreuth widmet seiner türkischen Partnerstadt Tekirdağ einen nach ihr benannten Platz. Er liegt zwischen der Brandenburger Straße, Rosestraße und Stuckbergstraße und wurde jetzt von Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe im Beisein einer türkischen Delegation offiziell als „Tekirdağplatz“ eingeweiht. Hierzu kam neben Oberbürgermeister Ekrem Eskinat auch der türkische Konsul Gürol Bas aus Nürnberg nach Bayreuth.

„Mit dem neuen Platz setzen wir ein Zeichen für unsere noch junge Partnerschaft und wir setzen ein Zeichen für die Begegnung von Menschen unterschiedlicher Herkunft, ein Zeichen für Vielfalt, Respekt und Toleranz“, so Oberbürgermeisterin Merk-Erbe bei der Einweihung.

Eröffnung Tekirdagplatz (35).klein

Die Einweihung des Tekirdagplatzes wurde begleitet von einem Straßenfest als Zeichen der Solidarität mit ausländischen Mitbürgern und Flüchtlingen.

Im Vorfeld der offiziellen Einweihung hat die Stadt den Tekirdağplatz umgestaltet. Die Bauarbeiten wurden als flankierende Maßnahme zur Landesgartenschau 2016 konzipiert und werten die Wegeverbindung zwischen dem Bayreuther Bahnhof und dem Kerngelände der Landesgartenschau auf. Unter anderem wurden 700 Quadratmeter Betonpflaster für Geh- und Radwege verlegt, neue Sitzinseln geschaffen und Lampen aufgestellt. In den Grünbereichen wurden rund 1.300 Stauden gepflanzt und neue Rasenflächen angesät. Alles in allem hat die Stadt rund 240.000 Euro in den Umbau und die Gestaltung des neuen Platzes investiert. Dabei wurde auch ein Teil des neuen Radverkehrskonzeptes umgesetzt, indem der dortige Radweg verlegt und der Übergang über die Rosestraße entschärft wurde.

Straßenfest als Zeichen der Freundschaft und Solidarität

Anlässlich der Einweihung des Tekirdağplatzes setzten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der benachbarten Brandenburger Apotheke ein Zeichen für Freundschaft und Solidarität mit ausländischen Mitbürgern und Flüchtlingen. Sie boten begleitend ein Fest in der Stuckbergstraße an. Auf die großen und kleinen Besucher warteten unter anderem eine Hüpfburg und ein Karussell sowie kulinarische Leckereien. Die Organisatoren sammelten Spenden für den in der Flüchtlingsbetreuung engagierten Verein „Bunt statt Braun“.

Partnerschaft mit Bayreuth seit 2012

Bayreuths Städtepartnerschaft mit Tekirdağ besteht seit 2012. Sie widmet sich schwerpunktmäßig den Bereichen Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft.

Tekirdağ ist die belebte Provinzhauptstadt der gleichnamigen Region am Marmarameer. Seit der jüngsten Gebietsreform 2014 trägt sie auch den Namen „Süleymanpaşa“. Nicht zu Unrecht spricht der Volksmund von der „Perle der Marmara“, denn die Hafenstadt ist international bekannt als Stadt des Raki und der Köfte. Tekirdağ zählt etwa 140.000 Einwohner. Die Stadt liegt auf halbem Weg zwischen der griechisch-türkischen Grenze (Ipsala ca. 110 km) und Istanbul (ca. 145 km) entlang des Küstengebietes in Ostthrakien, also auf dem europäischen Kontinent. Nach Bulgarien sind es über die Stadt Edirne ca. 170 km.

Neben der schönen Strandpromenade mit Yachthafen und Stadtpark im Zentrum, das gerne auch für allerlei Festivitäten genutzt wird, befinden sich auf beiden Seiten der Stadt herrliche Sandstrände, die touristisch erschlossen sind. Die Altstadt von Tekirdağ besticht durch ihre teils sehr gut erhaltenen Holzhäuser hinter dem Hafen. Die verwinkelten Gassen mit vielen kleinen Läden oder auch eine große Shopping-Mall laden zum ausgiebigen Einkaufen ein. Im Zentrum der Stadt steht die 1553 errichtete Rüstem-Paşa-Moschee. Sie ist das wichtigste Baudenkmal Tekirdağs. Darüber hinaus befinden sich im Stadtzentrum, unweit der Moschee, mehrere interessante Museen.

Mehr Informationen zu Tekirdağ.