Stadt Bayreuth

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28.12.2005

Bayreuth – ein gutes Pflaster für Bauherren

Im Jahr 2005 wurden Bauvorhaben für 73 Millionen Euro genehmigt – Kräftige Investitionen auch von Stadt und Gewog

BaugebietAuch im zuende gehenden Jahr hat sich die bundesdeutsche Konjunktur nur zögerlich belebt. Bayreuth aber war trotz wirtschaftlich schwieriger Rahmenbedingungen einmal mehr ein gefragter Standort für Bauvorhaben. 431 Baugenehmigungen (Stand: 27. Dezember 2005) hat das Rathaus heuer erteilt und damit das Vorjahresniveau um 13 Prozent übertroffen. Noch erfreulicher fällt der Aufwärtstrend beim Investitionsvolumen aus. Das liegt heuer bei 73 Millionen Euro und ist damit nahezu doppelt so hoch wie im Jahr 2004 (37 Millionen Euro). Kräftig gebaut haben auch die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gewog und das Hochbauamt der Stadt. Beide zusammen haben annähernd 14 Millionen Euro bewegt.

Ein wichtiger Schwerpunkt des Baugeschehens in Bayreuth war 2005 einmal mehr der private Wohnungsbau. Hinter den nüchternen Zahlen der städtischen Statistik stehen nämlich unter anderem Bauprojekte für 169 Wohnungen, davon 61 Ein- und Zweifamilienhäuser. “Aufgrund seiner laufend ausgebauten Infrastruktur ist Bayreuth unverändert ein gefragter Standort für den Wohnungsbau. Als überschaubare Mittelstadt mit vielfach großstädtischen Angeboten ist die Stadt attraktiv für jung und alt”, so Oberbürgermeister Dr. Dieter Mronz. Gerade Familien wüssten das Wohnen in Bayreuth, verbunden mit Kindergartenvollversorgung, einer breiten Palette unterschiedlichster Schulen, zahlreichen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie attraktiven Busverbindungen in alle Stadtteile zu schätzen. Das Stadtoberhaupt erinnert in diesem Zusammenhang an Bayreuths jüngstes Baugebiet Hohlmühle, wo heuer ein weiterer Bauabschnitt für den attraktiven Eigenheimbau freigegeben wurde, der im Endausbau 180 Ein- und Zweifamilienhäuser umfassen wird.

Kräftig investiert hat auch die städtische Gewog. 8,7 Millionen Euro sind in den vergangenen Monaten in den Umbau und die Modernisierung bestehender sowie in den Bau neuer öffentlich geförderter Wohnungen geflossen, die schwerpunktmäßig in der Egerländer Straße und der Leerstraße entstehen. Modernisiert wiederum wurde ein ganzes Dutzend Wohnanlagen unter anderem in der Tannhäuserstraße, in der Tiroler Straße, der Spitzwegstraße und modellhaft im staatlichen Förderprogramm “Lebendige Wohnquartiere” am Menzelplatz.

Auf vollen Touren läuft auch das von der Stadt betriebene Investitionsprogramm “Soziale Stadt” für den Stadtteil St. Georgen. Seit Beginn des Aktionsprogramms vor fünf Jahren wurden bauliche Maßnahmen mit einem Volumen von über 3,4 Millionen Euro umgesetzt. Projekte für weitere vier Millionen stehen noch auf dem ehrgeizigen Arbeitsplan der kommenden Jahre, darunter der Bau eines Nachbarschaftshauses für die Insel.

Das städtische Hochbauamt wiederum hat 2005 rund fünf Millionen Euro für Umbau-, Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen an stolzen 35 Projekten investiert. Schwerpunkt der Aktivitäten waren einmal mehr Bayreuths Schulen. Hier wurde allein an 19 verschiedenen Standorten saniert. Doch auch der Ausbau des Hans Walter Wild-Stadions für die Fußball-Regionalliga, die Generalsanierung der Stadtbadturnhallen oder der Bau eines Erweiterungskomplexes für den Hubschrauber-Hangar am Klinikum waren zu bewältigen. Nicht zu vergessen der Wiederaufbau des früher am Neuen Rathaus angebrachten Glockenspiels, das nun an der Südfassade der Graserschule eine neue Heimat gefunden hat.

Auch mit Blick aufs neue Jahr stehen die Zeichen auf Fortentwicklung. Die millionenschwere Sanierung des städtischen Anwesens Maxstraße 48 und sein Umbau zur attraktiven Fußgängerpassage gehen zügig der Fertigstellung entgegen. Am Funktionsgebäude für die neue Zentrale Omnibus-Haltestelle am Hohenzollerneck konnte dieser Tage Richtfest gefeiert werden. Beide Projekte zusammen stehen für ein Investitionsvolumen von rund 14 Millionen Euro. Auf dem Gelände des A-Baus der ehemaligen Neuen Spinnerei entsteht derzeit für drei Millionen Euro in neuer Media-Markt und die Baugenehmigung für den Umbau des denkmalgeschützten C-Baus zum Beratungs- und Dienstleistungszentrum wurde heuer ebenfalls erteilt, so dass dort nach den laufenden umfassenden Bodensanierungen insgesamt 16 Millionen Euro investiert werden.