Stadt Bayreuth

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31.03.2009

Bayreuth ein gutes Pflaster für Patenschaften

In den vergangenen drei Jahren wurden mehr als 120 Patenschaften zur Förderung der Integration von Migranten geschlossen

Die Stadt Bayreuth geht in ihrer Integrationspolitik neue Wege und verstärkt die individuelle Betreuung von frisch nach Bayreuth gekommenen Familien mit Migrationshintergund. Jüngstes Beispiel: Das neu geschaffene Amt für Integration kooperiert mit dem Bayerischen Jugendring und dem Verband „Deutsche Jugend in Europa“ bei der Förderung eines Patenschaftsprojektes zur Integration. Mehr als 120 solcher Patenschaften wurden inzwischen in Bayreuth geschlossen. Damit ist Bayreuth der Schwerpunkt dieser Aktion auf Ebene des Regierungsbezirks Oberfranken.

Seit Ende 2007 läuft das Patenschaftsprojekt für Migranten auf Bayreuther Ebene. Anlässlich einer Informations- und Begegnungsveranstaltung im Rathaus war es aus der Taufe gehoben worden. Mehrere einheimische Bürger, aber auch Migrantinnen erklärten sich damals spontan bereit, für die Neubürger eine Patenschaft zu übernehmen – so zum Beispiel drei Studierende der Universität Bayreuth, die seit Mai vergangenen Jahres die Hausaufgabenbetreuung im Kindergarten Herzogmühle in der Obdachlosenunterkunft übernehmen. Außerdem wird Nachhilfeunterricht in der Hausaufgabenbetreuung von Studenten beziehungsweise von Spätaussiedlern in der Jean-Paul-Schule angeboten.

„Die Erfahrungen der Patenschaftsaktion zeigen, dass die Paten des Projekts vor allem beim Übergang von der schulischen zur beruflichen Ausbildung und bei der Vorbereitung auf die Arbeitswelt eine wichtige Hilfe sind. Sie sensibilisieren dank ihrer Kompetenzen jugendliche Zuwanderer für die Fragen der Arbeitswelt und helfen mit, sie individuell darauf vorzubereiten“, so Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl. Das Patenschaftsprojekt biete somit einen völlig neuen Ansatz in der Jugendarbeit und bewege sich im Kontext von Jugendarbeit, Schule und Familie und Berufsausübung.

Mit der Schaffung eines neuen Amtes für Integration habe die Stadt, so Dr. Hohl weiter, zudem auch auf organisatorischer Ebene die Weichen gestellt, um das Projekt der Patenschaften auf Verwaltungsebene zielgerichtet begleiten zu können.

In jedem Bayerischen Regierungsbezirk wurde inzwischen eine Koordinationsstelle eingerichtet, die Patenschaften herstellt, betreut und flexibel auf die jeweilige Konstellation eingeht. Für den Regierungsbezirk Oberfranken ist seit 2006 Ute Küster als Regionalkoordinatorin tätig. Sie arbeitet eng mit dem Integrationsamt der Stadt Bayreuth zusammen.

In Bayreuth mehr als 120 Patenschaften

In Oberfranken haben sich in den vergangenen drei Jahren rund 150 Patenschaften ergeben, davon in der Stadt Bayreuth mehr als 120. Bayreuth bildet somit den oberfrankenweiten Schwerpunkt der Aktion. „Die bereits aktiven Paten haben bewiesen, dass mit einer Stunde ehrenamtlicher Arbeit wöchentlich sehr viel erreicht werden kann“, so das Fazit des städtischen Integrationsbeauftragten Gerhard Eggert. Zugleich werben die Verantwortlichen der Aktion um weitere Paten aus den Bereichen Arbeitswelt, Bildung und Kultur, die jugendliche Zuwanderer individuell unterstützen.