Stadt Bayreuth

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24.10.2006

Bayreuth – ein Mekka des “Weißen Goldes”

Die rund 550 Kilometer lange Porzellanstraße ist ein Erlebnisweg durch die Geschichte des “Weißen Goldes”. Sie beginnt in Bamberg und endet in Bayreuth. Entlang dieser touristischen Route finden sich zahlreiche traditionsreiche Prozellanmanufakturen und -fabriken. In Bayreuth ist dies die Porzellanmanufaktur Walküre am Fuße des Grünen Hügels.

Anlässlich der Enthüllung der Bayreuther Ortstafel für die Porzellanstraße am Gebäude der Soparkasse Bayreuth hob Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl die Bedeutung derartiger touristischer Kooperationen für die Stadt hervor: “Die Porzellanstraße ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie die werbliche Schlagkraft einer Region durch Zusammenarbeit und Vernetzung gestärkt werden kann.” Angesichts des immer schärfer werdenden Wettbewerbs um Übernachtungsgäste und Städtetouristen sei der thematische Schulterschluss über Stadtgrenzen hinweg heutzutage ohne realistische Alternative. “Bayreuth bringt sich in diesen Verbund gerne ein und verfügt mit der ebenso traditionsreichen wie zukunftsorientierten Porzellanmanufaktur Walküre über ein gewichtiges Glied in der gemeinsamen Vermarktungskette.”

Spannende regionale Industriegeschichte

Die Porzellanstraße umschreibt – in Bamberg beginnend – einen Bogen über Coburg, Kronach, Hof, Selb, Wunsiedel, Tirschenreuth und Erbendorf und durchquert dabei die beiden Regierungsbezirke Oberfranken und Oberpfalz. Sie verbindet die Feriengebiete Oberes Maintal, Frankenwald, Fichtelgebirge und die Oberpfalz. Hier haben einig der größten und weltweit bekanntesten Porzellanfirmen ihren Sitz. Die Straße will neugierig machen auf Entdeckungen entlang der Route. Sie lädt ein zum Verweilen und zum Entdecken einer spannenden regionalen Industriegeschichte.

Die Prozellanfabrik Walküre existiert in Bayreuth seit 1899 und wurde von Siegmund Paul Meyer gegründet. Er war es auch, der 1901 als Innovation das feuerfeste Back- und Kochgeschirr “Walküre” herstellte. Mit ihrer langen Firmengeschichte ist sie ein echtes Aushängeschild für das Bayreuther Handwerk.

Seit den 70er Jahren spezialisierte sich das Unternehmen auf Porzellan für den Hotel- und Gastronomiebedarf und ist ein fester Begriff in der Branche. Stets sei es den Inhabern gelungen, so das Stadtoberhaupt, ihre Produkte zeitgemäß zu gestalten und flexibel auf Veränderungen am Markt sowie auf Kundenwünsche zu reagieren. “Die Stadt kann stolz darauf sein, derartige traditionsreiche Unternehmen in ihren Reihen zu wissen. Sie sorgen dafür, dass Produkte aus Bayreuth auch in der Porzellanfachwelt einen hervorragenden Ruf genießen”, betonte OB Dr. Hohl.

Mit dem firmeneigenen Porzellanmuseum der Walküre, das im Jahr 2000 eingerichtet wurde, verfüge die Bayreuther Museumslandschaft zudem über ein weiteres Highlight, das Besucher und Gäste auf ansprechende Weise zum Rundgang durch die Geschichte des “Weißen Goldes” einlade. Ebenso plakativ wie nteressant werden dort Zeitgeist und Porzellandesign aus über 100 Jahren Porzellangeschichte präsentiert.