Stadt Bayreuth

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14.10.2005

Bayreuth knüpft Kontakte nach China

Die Stadt Bayreuth knüpft Kontakte nach China: Hierzu reist am 22. Oktober eine Delegation ins Reich der Mitte. Auf dem Programm steht ein Kooperationsabkommen mit der südchinesischen Metropole Shaoxing.

Bayreuth hat bereits zu einer Zeit erste Kontakte nach China entwickelt, als dieses Thema bei weitem noch nicht den heutigen Stellenwert in der öffentlichen Wahrnehmung hatte. Bereits im April 2002 hatten Bayreuths Oberbürgermeister Dr. Dieter Mronz und der Oberbürgermeister der Stadt Shaoxing, Yongchang Wang, bei der damaligen Oberfranken-Ausstellung einen sogenannten „Letter of Intent“ abgeschlossen, der die Entwicklung eines kooperativen Gedankenaustauschs insbesondere in den Bereichen Wirtschaft. Handel, Wissenschaft, Technik, Kultur, Gesundheitswesen und Verwaltungsorganisation beinhaltete.

Auf dieser Grundlage besuchte der städtische Wirtschaftsreferent Stadtdirektor Ulrich Pfeifer im Oktober 2002 Shaoxing und verhandelte mit den dortigen Verantwortlichen über den Abschluss einer Kooperationsveeinbarung, die inzwischen von beiden Seiten gebilligt wurde und beim anstehenden Besuch in Shaoxing nunmehr offiziell besiegelt werden soll.

Beide Städte sind bestrebt, zum gegenseitigen Nutzen freundschaftliche Beziehungen und anhand konkreter, praxisorientierte Projekte eine fundierte Zusammenarbeit aufzubauen – vor allem durch die Weitergabe von Know-how, Informationen und gegenseitigen Hilfestellungen. OB Dr. Mronz sieht das große chinesische Interesse an einer Kooperation durch seine jüngsten Gespräche mit einer offiziellen Besuchsdelegation aus Shaoxing Anfang Oktober voll bestätigt. Gerade in den Bereichen Tourismus, Gesundheit und Wellness, Kultur und Wissenschaft, Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing würden sich für beide Partner eine ganze Reihe von Anknüpfungspunkten ergeben, die es zum beiderseitigen Nutzen zu vertiefen gelte.

Der Wachstumsmarkt China mit seiner außergewöhnlichen wirtschaftlichen Dynamik biete für den Standort Bayreuth eine Reihe attraktiver Perspektiven. „Die erste chinesische Firma hat sich bereits in unserer Stadt angesiedelt. Weitere erfolgversprechende Gespräche laufen auf verschiedenen Ebenen“, resümiert Dr. Mronz.

In einer von Globalisierung und Internationalität der Wirtschaftsbeziehungen geprägten Welt sei Bayreuth gut beraten, möglichst enge Kontakte in alle Richtungen zu entwickeln, Kooperationen zu pflegen und Synergien mit starken Partnern zu nutzen. „Mit Blick auf den chinesischen Wachstumsmarkt ist Bayreuth auf einem guten Wege, zu einem deutsch-chinesischen Kompetenzzentrum zu werden.“

Hilfreich waren hierbei zum einen die traditionell guten internationalen Kontakte Bayreuths als Festspiel- und Universitätsstadt, vor allem aber auch die moderierende Rolle des deutsch-chinesischen Netzwerkes, das hier in Bayreuth immerhin durch Rechtsanwalt Anton Kumanoff als einem seiner beiden Präsidenten vertreten ist.