Stadt Bayreuth

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24.03.2010

Bayreuth trauert um Dr. Wolfgang Wagner

OB Dr. Hohl: „Sein Name wird auf immer unverrückbar mit dem Wiederaufbau der Festspiele verbunden sein“

Mit großer Betroffenheit und Anteilnahme hat Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl auf die Nachricht vom Tod des langjährigen Festspielleiters und Bayreuther Ehrenbürgers Dr. Wolfgang Wagner reagiert. In einer ersten Stellungnahme bekundet der Oberbürgermeister den Angehörigen sein tiefes Beileid und Mitgefühl angesichts des schmerzlichen Verlustes.

Wolfgang Wagner, der am gestrigen Abend im Alter von 90 Jahren verstarb, übernahm 1951 zunächst zusammen mit seinem Bruder Wieland Wagner die Leitung der Bayreuther Festspiele. Nach Wieland Wagners Tod 1966 führte der Enkel Richard Wagners das weltberühmte Festival bis Sommer 2008 in Alleinregie weiter. Er galt damit als dienstältester Opernintendant der Welt.

„Ganz Bayreuth trauert um Wolfgang Wagner. Sein Name wird auf immer unverrückbar mit dem Wiederaufbau der Bayreuther Festspiele ab 1951 und ihrer Entwicklung hin zum wohl bedeutendsten deutschsprachigen Opernfestival verbunden sein, wie es die vielen Freunde des Werkes Richard Wagners national wie international heute kennen“, so Dr. Hohl. Wagner habe die Festspiele In bahnbrechender und zukunftsweisender Manier für hochtalentierte Regisseure aus aller Welt geöffnet, große Dirigenten und Solisten nach Bayreuth geholt. „Das Renommee Bayreuths als vitales und faszinierendes Zentrum der Auseinandersetzung mit Richard Wagners Opernwelt hängt untrennbar mit der Lebensleistung Wolfgang Wagners zusammen.“ Weitblickend, mutig und progressiv habe er die Festspiele davor bewahrt, zum starren Ritual zu werden. Getreu dem Wagner’schen Motto „Kinder schafft Neues!“ sei Wagners Arbeit am Grünen Hügel stets dem Anspruch der Weiterentwicklung und der Öffnung für neue Interpretationsansätze verschrieben gewesen.

Als international geschätzter und geachteter Festspielleiter habe Wolfgang Wagner die Bayreuther Festspiele über Jahrzehnte hinweg in gesichertes Fahrwasser gesteuert und im Jahr 2008 an seine beiden Töchter Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier ein in sich finanziell wie organisatorisch gesichertes Festspielunternehmen übergeben. Denn erst unter seiner Ägide wurde aus dem quasi privaten künstlerischen Vermächtnis Richard Wagners die öffentliche Kulturinstitution der Bayreuther Festspiele, wie sie sich heute präsentieren. „All dies sind hohe Werte, von denen die Stadt Bayreuth in vielfältiger Weise profitiert hat und weiterhin profitieren wird“, betont der Oberbürgermeister.

Trauerflor und Kondolenzbücher

Als äußeres Zeichen der Trauer um Bayreuths langjährigen Festspielleiter werden die Rathäuser und sonstigen städtischen Einrichtungen mit Trauerflor bestückt. Am Neuen Rathaus wehen die Fahnen auf Halbmast.