Stadt Bayreuth

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07.10.2005

Bayreuth vertieft seine Kontakte nach Osteuropa

Hochrangiges Fachgespräch mit Vertretern der Städte Pécs (Ungarn) und Maribor (Slowenien) im Rathaus

BAYREUTH – Die Stadt Bayreuth verstärkt im zusammenwachsenden Europa ihre Kontakte speziell nach Osten. Im Neuen Rathaus fand jetzt ein dreiseitiges Treffen der Oberbürgermeister der Städte Pécs (Ungarn) und Maribor (Slowenien) mit der Bayreuther Stadtspitze statt. Dabei wurden die Möglichkeiten einer künftig zu vertiefenden Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft und Wissenschaft sowie Kultur und Tourismus erörtert.

Angeführt wurden die beiden Delegationen aus Pécs und Maribor von deren jeweiligen Oberbürgermeistern Dr. László Toller und Boris Sovic. Im Mittelpunkt des Besuches stand ein Fachgespräch mit Oberbürgermeister Dr. Dieter Mronz, den zuständigen Referenten und Vertretern der Stadtratsfraktionen sowie der Universität Bayreuth. Im Anschluss besichtigten die Gäste aus Osteuropa das Markgräfliche Opernhaus.

Pécs und Maribor sind für Bayreuth keine unbekannten Größen mehr. Vielmehr knüpft man im Rathaus an positive Erfahrungen der drei Kommunen an, die vor wenigen Jahren im Rahmen eines universitären Forschungsprojektes von Professor Dr. Jörg Maier zum Thema Stadtmarketing in mittel- und osteuropäischen Städten schon einmal zusammengekommen waren.

Wie Oberbürgermeister Dr. Dieter Mronz mitteilt, liegen die Schwerpunkte der künftigen Kooperationsmöglichkeiten in den Bereichen Stadtsanierung, Tourismus und Kultur sowie Wirtschaft und Wissenschaft. “Angesichts eines immer schneller zusammenwachsenden Europas und mit Blick auf die Erweiterung der Europäischen Union nach Osten, ist es für Bayreuth wichtig, sich mit seinen Stärken frühzeitig zu positionieren und mit geeigneten Partnern Synergieeffekte zu entwickeln”, betont das Stadtoberhaupt. Ein intensiver Dialog mit Pécs und Maribor sei für die weiteren Bayreuther Kontakte zu diesen Nachbarländern vor allem interessant, wenn es gelinge, durch fundierten Informationsaustausch neue Besuchskapazitäten zu erschließen und den anwachsenden Ost-West-Tourismus im gemeinsamen Europa für Bayreuth zu nutzen.

Die ungarische Kultur- und Universitätsstadt Pécs (165.000 Einwohner) ist mit ihrem altchristlichen Friedhof und ihrer historischen Substanz bereits im Jahr 2000 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen worden und bewirbt sich derzeit als europäische Kulturhauptstadt für das Jahr 2010. Mit Blick auf die laufenden Bayreuther Bemühungen, für das Markgräfliche Opernhaus sowie weitere Kulturdenkmäler der Markgrafenzeit ebenfalls eine Aufnahme ins UNESCO-Weltkulturerbe zu erreichen, ergeben sich daher nach Angaben des Oberbürgermeisters wertvolle Anknüpfungspunkte. Großes Interesse besteht in der südungarischen Stadt an den Bayreuther Konzepten für eine erfolgreiche Vermarktung kultureller Potentiale. Eine Kooperation zwischen dem renommierten Pannonischen Museum in Pécs und dem Kunstmuseum Bayreuth bahnt sich ebenfalls an.

Maribor wiederum ist mit 115.000 Einwohnern Sloweniens zweitgrößte Stadt und verfügt als dessen große Universitätsstadt und Wintersportzentrum über ausgeprägte touristische Vermarktungskompetenz. Der historische Stadtkern und die Stadtmauer sind gut erhalten. Maribor verfügt auch über ein Wellness- und Kongresszentrum.

Im Bereich Wissenschaft und Wirtschaft wiederum könnten vor allem die Innovationsangebote der Neuen Materialien in Bayreuth für die beiden osteuropäischen Städte von Interesse sein.