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28.02.2008

Bayreuth vor 75 Jahren

Historisches Museum präsentiert Ausstellung “Bayreuth 1933”

Historisches Museum am KirchplatzDas Historische Museum Bayreuth, Kirchplatz 6, zeigt vom 5. März bis zum 12. Mai die Austellung “Vor 75 Jahren: Bayreuth 1933”. Zu sehen sind Bilder und Dokumente, die von der “Machtergreifung” der NSDAP und von der Gleichschaltung der gesellschaftlichen Gruppen in Bayreuth berichten. Begleitend hierzu hat das Historische Museum gemeinsam mit dem Evangelischen Bildungswerk Bayreuth/Bad Berneck/Pegnitz ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm zusammengestellt.

Führungen durch die Ausstellung

Der Bayreuther Historiker Dr. Norbert Aas wird bei insgesamt sechs Führungen Hintergrundinformationen zu den gezeigten Bildern und Dokumenten vermitteln. Die Termine für diese Führungen sind: Donnerstag, 6. März, 10 Uhr; Freitag, 7. März, 14 Uhr; Mittwoch, 19. März, 10 Uhr; Dienstag, 8. April, 16 Uhr; Freitag, 25. April, 16 Uhr; Dienstag, 6. Mai, 13 Uhr. Die Führungen dauern jeweils zirka eine Stunde.

Vorträge zum Thema

Insgesamt vier Vorträge umrahmen die Ausstellung, zu sehen und zu hören sind sie jeweils um 19.30 Uhr im Historischen Museum. Den Anfang macht Dr. Björn Mensing, Pfarrer und Historiker aus Dachau, am Dienstag, 11. März, mit dem Vortrag “Auf dem Weg zum großen Ja zum NS-Staat – Evangelische Kirche und Machtergreifung in Bayern”. 75 Jahre nach den ersten Verhaftungswellen der Nazis in Bayern geht es um die Frage, wie sich die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern zur “Machtergreifung” verhalten hat.

Am Dienstag, 18. März, hält Bernd Mayer, Bürgermeister, Journalist und Historiker aus Bayreuth, den Vortrag “Und nun hinein ins Dritte Reich!”. Mayer berichtet von der kollektiven politischen Blindheit, mit der sich die Bayreuther ins Dritte Reich stürzten – begleitet von schwülstiger Poesie von Amateurdichterinnen und von frommen Worten evangelischer Pfarrer.

Dr. Norbert Aas widmet sich am Dienstag, 1. April, dem Thema “Die Machtergreifung im Bayreuther Rathaus 1933”, der eine Zeit der bewusst provozierten Konflikte vorausging. Auf die Wahl eines Nationalsozialisten folgte dann die Sicherung der Herrschaft mit eine durchgreifenden Reorganisation der Verwaltung.

Abgerundet wird der Vortragsreigen durch Dr. Sven Friedrich, Direktor des Richard-Wagner-Museums Bayreuth. Er spricht am Dienstag, 22. April, über das Thema “In jener Stunde begann es …’ – Wagner und Hitler”. Mit der “Machtergreifung” des fanatischen Wagnerianers Adolf Hitler wurde Wagner zum zentralen Symbol des kulturellen Selbstverständnisses der Nazis und ihrer Propaganda. Nach 1945 waren Wagner, seine Werke und die Bayreuther Festspiele durch diese Symbiose zunächst diskreditiert. Der Vortrag soll diese Zusammenhänge beleuchten und dabei der Frage nachgehen, ob Hitlers Wagner der recht verstandene sei und ob seine Werke und sein Denken Identifikationsmuster für Hitler und den Nationalsozialismus geliefert haben.

Besichtigt werden kann die Ausstellung zu den üblichen Öffnungszeiten des Museums (jeweils dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr).