Stadt Bayreuth

IM FOKUS

19.09.2008

Bayreuther Barock 2008

Diesmal stehen musikalische Leckerbissen von Cavalli, Rameau und Jacquet de la Guerre auf dem Programm

Freunde barocker Opernmusik dürfen sich auf außergewöhnliche Konzerterlebnisse in Bayreuth freuen. Der diesjährige „Bayreuther Barock“  vom 19. September bis 4. Oktober wartet gleich mit drei besonders attraktiven und ausgefallenen barocken Opern auf, die die hohe Qualität des Festivals unterstreichen.

Tickets gibt’s bei der Theaterkasse am Luitpoldplatz 9, Telefon 09 21/6 90 01, oder im Internet unter www.bayreuther-barock.bayreuth.de.

Szene aus der Oper

Das außergewöhnliche Programm des Bayreuther Barock 2008 startet am 19./20. September mit einer echten Ausgrabung und Erstaufführung der Oper „La Rosinda“ von Francesco Cavalli. Die Musikfestspiele Potsdam Sanssouci bringen in Kooperation mit dem Festival Bayreuther Barock diese bis dato fast gänzlich unbekannte Oper aus dem reichhaltigen Schaffen Cavallis auf der Grundlage des rekonstruierten Autographs in der Biblioteca Marciana von Venedig zur szenischen Erstaufführung.

Es folgt am 26./27. September die historisch angelegte Inszenierung von „Les Fêtes d’Hébé ou Les Talents lyriques“ (1739) von Jean-Philippe Rameau, die in Bayreuth ebenfalls ihre Premiere erleben wird. Das Anliegen dieser Aufführung ist es, durch die Gestaltung eines prächtigen, farbigen und poetischen Bilderbogens die Welt des Barock für das Publikum sinnlich erfahrbar zu machen.

Den Abschluss bildet am 3./4. Oktober die Oper „Cephale et Procris“ von Elisabeth-Claude Jacquet de la Guerre, einer zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Komponistin. Auf der Basis der Originalpartitur, die in Ansbach liegt, wird hier eine Inszenierung geboten, die durch historisierende Aufführungspraxis eine ausdrucksstarke und facettenreiche Opernaufführung bietet.

Residenztage der Schlösserverwaltung begleiten den Bayreuther Barock

Wie immer präsentieren die jeweiligen Ensembles am zweiten Aufführungstag der Oper bereits nachmittags ein speziell für das Opernhaus in Bayreuth zusammengestelltes Kammerkonzert.
Sowohl in diesem als auch im nächsten Jahr erstreckt sich der Bayreuther Barock mit den begleitenden Residenztagen der Bayerischen Schlösserverwaltung über drei Wochenenden hinweg.

Eingebettet ins Wilhelmine-Doppeljubiläum

Der Bayreuther Barock ist diesmal eingebettet in das große Jubiläumsprogramm, mit dem Bayreuth 2008 dem 250. Todestag und 2009 dem 300. Geburtstag der Markgräfin Wilhelmine gedenkt. In Wilhelmines Regierungszeit entstanden das Opernhaus, das Neue Schloss, die Reithalle, der Sonnentempel mit seinen Anlagen in der Eremitage, eine Kunst- und Naturaliensammlung, die ganze Friedrichstraße; der Hofgarten und vieles mehr. Die erste – wenn auch nur sehr kurzlebige und bald nach Erlangen verlegte – Bayreuther Universität wurde gegründet sowie eine Akademie der freien Künste und Wissenschaften. Wilhelmine dichtete, komponierte, führte Regie und machte aus Bayreuth eine renommierte Stätte des Musiktheaters. Sie philosophierte, im Feld zwischen Aufklärung, Empfindsamkeit und Vorromantik, Voltaire war ihr Partner, Freund und Bewunderer.

Mit ihren Erinnerungen hinterließ sie eines der bekanntesten und meistgerühmten Memoirenwerke. Sie hat Bayreuth zu einer der ersten Residenzstädte ihrer Zeit gemacht. Sie hat der Stadt – markanter als jede andere Persönlichkeit – ihren Stempel aufgedrückt.


Weitere Informationen zum Thema

Programminformationen zum Bayreuther Barock 
www.bayreuther-barock.bayreuth.de

Infos zum Wilhelmine-Doppeljubiläum 2008/2009
www.wilhelmine.bayreuth.de

Residenztage in Bayreuth
Anlässlich des Festivals „Bayreuther Barock“ lädt die Bayerische Schlösserverwaltung vom 20. September bis zum 5. Oktober zu vielfältigen Veranstaltungen in die Schlösser, Parks und das Opernhaus in Bayreuth ein.