Stadt Bayreuth

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05.10.2009

Bayreuther Notinseln feiern Geburtstag

Inzwischen machen 161 Geschäfte, Behörden und sonstige Einrichtungen bei der Initiative mit

Hier wird Dir geholfen - die Bayreuther Notinseln. Eine Initiative zum Schutz der Schwächsten in unserer Gesellschaft feiert Geburtstag: Am 7. Oktober vergangenen Jahres fiel im Neuen Rathaus der offizielle Startschuss für das Projekt “Notinsel”.

Die Stadt Bayreuth war mit dieser Initiative die erste Kommune in Oberfranken überhaupt, die sich hieran beteiligte. Inzwischen kann die Initiative “Notinsel” auf ein breites Netzwerk von Partnern blicken. 161 Geschäfte, Behörden und sonstige Einrichtungen machen mit und bieten als “Notinseln” Schutz für bedrängte Kinder.

Die Idee, dieses bundesweite Projekt der Stiftung Hänsel + Gretel auch in Bayreuth zu installieren, hatte das Lokale Bündnis für Familie. “Notinseln” sind Geschäfte, Apotheken, Behörden oder sonstige Einrichtungen, in deren Räumen Kinder sofort Hilfe und Zuflucht finden, wenn sie sich bedroht fühlen oder anderweitig Unterstützung benötigen. “Der Umstand, dass wir in nur einem Jahr so viele Partner für die Aktion Notinsel gewinnen konnten, zeigt, dass Familienfreundlichkeit in Bayreuth keine bloße Floskel ist, sondern von vielen ganz konkret gelebt wird”, freut sich Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl über die gute Resonanz des Projektes in der Öffentlichkeit.

Und dennoch: Je mehr Notinseln es gibt, desto sicherer fühlen sich die Kinder und desto mehr werden damit potenzielle Täter abgeschreckt. Deswegen ist das Lokale Bündnis für Familie ständig auf der Suche nach neuen geeigneten Partnern.

Die Gefahren für Kinder und Jugendliche können vielfältig sein. Bedrohung durch gewaltbereite Jugendliche, ausländerfeindlich motivierte Auseinandersetzungen, Pädophile – es muss nicht immer gleich der “böse Onkel” sein, denn viel häufiger widerfährt Kindern kleiner Kummer: Verlaufen! Geldbeutel verloren! Angst vor den Jungs aus der Parallelklasse! Auch für diese Fälle sind die “Notinseln” Anlaufstellen und bieten Hilfe, zum Beispiel mit einem Pflaster oder der Begleitung zum Bus. „Wo wir sind, bist Du sicher“ lautet daher ihr Motto, das auf den bundesweit einheitlichen Aufklebern an den Türen der Notinseln prangt.

Wer gerne eine Notinsel sein möchte, kann sich beim Stadtjugendamt, Telefon (09 21) 25 12 89, melden.

Infos zum Projekt Notinsel >>