Stadt Bayreuth

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03.02.2011

Bayreuths größtes Schulbauprojekt feiert Richtfest

Aufstockung des Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasiums nimmt Formen an – Stadt investiert 2,3 Millionen Euro

Die Stadt Bayreuth investiert in den kommenden Monaten rund 2,3 Millionen Euro in die Erweiterung ihres natur- und wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasiums (WWG). Im Zuge einer Aufstockung des Gebäudes erhält die Schule über 1.100 Quadratmeter neue Nutzfläche. Am Donnerstag, 3. Februar, konnte Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl gemeinsam mit Regierungspräsident Wilhelm Wenning, Vertretern der Stadtratsfraktionen, der Schulleitung, des Elternbeirats sowie der am Bau beteiligten Firmen und städtischen Dienststellen Richtfest für das Projekt feiern.

Das WWG feiert Richtfest für den Aufstockungsbau der Schule.

Das Schulgebäude des WWG wird derzeit aufgestockt, um die Raumprobleme des Gymnasiums zu lösen. 

Die Aufstockung des WWG ist das derzeit größte Schulbauprojekt in Bayreuth. Seine Realisierung und hier vor allem seine Finanzierbarkeit hat die städtischen Gremien in den vergangenen Jahren gleich mehrfach beschäftigt. Angesichts der schwierigen städtischen Haushaltssituation stand es immer wieder auf der Kippe. Im Sommer 2009 hatte der Stadtrat schließlich auf Vorschlag des Oberbürgermeisters die Fachplanung für die Baumaßnahme in Auftrag gegeben. Endgültig gesichert wurde die Umsetzung dann im Zuge der Haushaltsberatungen 2010.

Oberbürgermeister Dr. Hohl erinnerte in diesem Zusammenhang an die mehrjährige Planungsphase für das Bauprojekt, die bis ins Jahr 2003 zurückreicht. „Das WWG ist eine sich dynamisch entwickelnde Schule. Die kontinuierlich steigenden Schülerzahlen der letzten Jahre zeigen, wie attraktiv dieses Gymnasium für viele Schüler und Eltern in Bayreuth Stadt und Land ist.“ Das Raumprogramm fürs WWG musste daher auch immer wieder den neuen Erfordernissen einer sich rasch wandelnden Bildungslandschaft angepasst werden. Vor allem die Einführung der offenen Ganztagsbeschulung machte sich hier bemerkbar. Er freue sich, so der Oberbürgermeister, dass die aktuellen Raumprobleme der Schule nun schon bald der Vergangenheit angehörten. „Bayreuth investiert sichtbar für alle in Bildung und damit in die Zukunft unserer Kinder. Letztlich hat die Stadt Wort gehalten – auch wenn es dem einen oder anderen Freund des WWG nicht schnell genug gegangen sein mag.“ Angesichts der Fülle an Aufgaben, die die Stadt als Sachaufwandsträger für die vielfältige Bayreuther Schullandschaft zu schultern habe, bat der Oberbürgermeister um Verständnis, „dass eben nicht alles immer gleich und sofort realisierbar ist, auch wenn wir uns das alle so wünschen.“

Die Aufstockung

Die Baumaßnahme wird weitestgehend auf dem bestehenden zweigeschossigen Fachklassentrakt umgesetzt, der bereits Ende der 1990er Jahre auf der Seite zum Bahndamm/Mühlbach aufgestockt worden war. Mit Ausnahme der innen liegenden Dachfläche über der Aula wird nun die komplette Restfläche von rund 52 mal 33 Meter aufgestockt. Dabei kommt eine konventionelle Bauweise mit Stahlbetonstützen und tragendem Mauerwerk mit horizontalen Stahlbetonbalken als Auflager für die Dachkonstruktion zum Einsatz. Die Außenwandflächen werden mit einem modernen Wärmedämmverbundsystem verkleidet.

Alles in allem entstehen so 1.115 Quadratmeter neue Nutzfläche für die Schule. Dieser Zuwachs kommt vor allem dem Fachbereich Physik zugute, aber auch für zusätzliche Angebote im Bereich Kunst und textiles Gestalten wird Platz geschaffen.

Bis Herbst 2011 soll alles fertig sein

Die Gesamtkosten für die Aufstockung des WWG werden vom städtischen Hochbauamt mit 2,3 Millionen Euro kalkuliert. Rund 800.000 Euro sind an staatlichen Fördermitteln zu erwarten, den Rest muss die Stadt selber tragen. Geht alles nach Plan, so können Lehrer und Schüler nach rund einjähriger Bauzeit im Herbst 2011 in die neuen Räume einziehen.