Stadt Bayreuth

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04.02.2009

Bayreuths OB setzt auf koordiniertes Vorgehen

OB Dr. Michael Hohl zur aktuellen Diskussion um einen Schlachthof-Neubau in Kulmbach
Mit Blick auf die aktuelle Diskussion um den Neubau eines Schlachthofs in Kulmbach macht sich Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl für ein regional abgestimmtes Vorgehen stark. Im Interesse der Region sollten neue Wettbewerbskonstellationen vermieden werden. Er setze dabei auf die Kooperation mit den oberfränkischen Nachbarn. Zugleich betont der Oberbürgermeister, dass Bayreuth mit seinem Schlachthof erfolgversprechend am Markt positioniert ist.

Die Stadt Bayreuth hat den Neubau ihres kommunalen Schlachthofs 1993 ohne staatliche Zuschüsse aus eigener Kraft realisiert und ihn ebenso wettbewerbsfähig gehalten. Gerade in jüngster Vergangenheit, so Dr. Hohl, habe die Bayreuther Schlachthof GmbH spürbare Fortschritte bei der Auslastung und damit bei der langfristigen Reduzierung des Defizits erzielt, das der Stadt alljährlich aus dem Betrieb der Einrichtung an der Drossenfelder Straße entsteht. So konnten die Schlachtzahlen für Rinder von knapp 19.000 im Jahr 2006 auf annähernd 52.000 im vergangenen Jahr gesteigert werden. Hinzu kommt die Schlachtung von 112.000 Schweinen. Das Jahresdefizit konnte seit 2002 nahezu halbiert werden. Ein Trend, den die Schlachthof GmbH für die kommenden Jahre weiter verstetigen will.

Positiv wirkt sich für den Bayreuther Schlachthof hier vor allem die Mitte 2007 erfolgte Ansiedlung des Unternehmens “Bayreuther Fleisch GmbH” aus. Der neue Partner biete für die weitere Entwicklung des Bayreuther Schlachthofes Anlass zur Zuversicht und eröffne die Perspektive auf weitere Investitionen am Standort, so Dr. Hohl. Die Stadt Bayreuth werde sich auch um eine grundsätzliche Klärung bemühen, inwieweit für solche Zukunftsinvestitionen an einem bestehenden und erfolgreich arbeitenden Schlachthof staatliche Unterstützung möglich sei.

“Für Bayreuth ist es wichtig, dass diese Bemühungen, sich aus eigener Kraft am Markt zu positionieren und zu behaupten, durch den Aufbau konkurrierender Angebote nicht gefährdet werden”, so Dr. Hohl. Der Oberbürgermeister spricht sich daher nachdrücklich für ein regional abgestimmtes und koordiniertes Vorgehen aus. Dafür werde er auch bei einem in Kürze stattfindenden Gespräch mit seinen Amtskollegen aus Kulmbach und Hof, Henry Schramm und Dr. Harald Fichtner, werben.

“Wir sollten hier auf Zusammenarbeit setzen und keine neue Wettbewerbssituation entstehen lassen”, so Dr. Hohl weiter. Bayreuth werde auch künftig auf eine kooperative Zusammenarbeit mit Kulmbach etwa im Bereich der Lebensmittelforschung setzen. “Beim Erhalt und weiteren Ausbau der in Kulmbach angesiedelten Bundesanstalt für Fleischforschung und bei deren Zusammenarbeit mit der Universität Bayreuth kann die Stadt Kulmbach jederzeit auf unsere Unterstützung zählen”, so Dr. Hohl. In Sachen Lebensmittelsicherheit gebe es bereits heute enge Kontakte mit den Schlachthöfen in Bayreuth und Hof, die weiter vertieft werden sollten. Auch beim Aufbau einer Schlachteinrichtung für Forschungs- und Versuchszwecke in Kulmbach könne man jederzeit auf die Unterstützung aus Bayreuth zählen.