Stadt Bayreuth

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20.05.2011

Bayreuths RW21 beteiligt sich an innovativem Modellprojekt

Gemeinsam mit den Städten Nürnberg und Regensburg erprobt Bayreuth die optimale Vernetzung von Volkshochschulen und Stadtbibliotheken

RW21 in BayreuthUnter dem Titel Treffpunkt Bildung haben sich die Volkshochschulen und Stadtbibliotheken der Städte Bayreuth, Nürnberg und Regensburg für ein innovatives Forschungsprojekt zusammengeschlossen. Das vom Bayerischen Volkshochschulverband geförderte Modellprojekt hat sich die optimale Vernetzung von Volkshochschulen und Stadtbibliotheken zum Ziel gesetzt.

Das RW21 in Bayreuth, der „Südpunkt“ und der Bildungscampus in Nürnberg und das BiC im Regensburger Einkaufszentrum Köwe – alle diese zentralen Anlaufstellen für Bildung, Information und Kultur wurden innerhalb der letzten drei Jahre eröffnet beziehungsweise neu gestaltet. Ihre spezifischen Kennzeichen sind die gemeinsamen Angebote von Volkshochschulen und Bibliotheken. Daher stellen die Bildungseinrichtungen der beteiligten Städte ideale strategische Partner dar.

Als ein Ziel des Projektes sollen die Potentiale der beiden bürgernahen Bildungseinrichtungen genutzt und durch Kooperation und Vernetzung optimiert werden. Ein Resultat werden vielfältigere, flexiblere Angebote für die Kunden sowie erhöhte Besucherzahlen für beide Einrichtungen sein. Themenbereiche wie Integration und interkulturelle Arbeit, Sprach- und Leseförderung sowie Lern- und Bildungsberatung haben einen besonderen Stellenwert innerhalb des Projekts. Dadurch wird sowohl die Programmbereichsarbeit der Volkshochschulen als auch die Angebotspalette der Bibliotheken bereichert. Die realen Felder der inhaltlichen Zusammenarbeit werden im Rahmen des zweijährigen Projekts erprobt und evaluiert, ebenso stehen die Entwicklung einer Kunden- und Marktanalyse sowie einer gemeinsamen Vermarktungsstrategie auf der Tagesordnung.

Produktideen und Marketingstrategien für alle interessierten Kommunen

Als Endergebnis des Modellprojekts sollen ausgereifte, konkrete Produktideen und Marketingstrategien, die mit geringem, angemessenem Aufwand übernommen werden können, für alle interessierten Kommunen Bayerns zur Verfügung stehen. Dabei ist von der punktuellen Zusammenarbeit bis hin zum institutionellen Zusammenschluss jede Form der Übertragbarkeit möglich. Durch die genaue Dokumentation des Projektes wird ein Grundgerüst mit einzelnen Elementen zur Vernetzung entstehen, das auf jede örtliche Situation angepasst werden kann.

Die Kunden beider Einrichtungen profitieren von der gesteigerten Dienstleistungsqualität der Bildungseinrichtungen. Der Wirkungsgrad von Volkshochschulen und Stadtbibliotheken erhöht sich durch die Zusammenarbeit, ohne dass dabei die Konturen der jeweiligen Einrichtungen verloren gehen. Ein besonderes Augenmerk liegt deshalb auch darauf, die Profile von Volkshochschulen und Stadtbibliotheken zu schärfen. So wird durch das Projekt sowohl die Position der Einrichtungen als zentrale Lernorte in der kommunalen Bildungslandschaft gestärkt als auch ihre Zukunftsfähigkeit gefördert.

Die wissenschaftliche Begleitung und Beratung des Projektes erfolgt durch die Hochschule für Medien in Stuttgart (Professor Dr. Stang). Sie garantiert die wichtige Außensicht sowie die Erarbeitung und Einhaltung von Kriterien zur Analyse und Evaluation. Um den Erfolg des Projektes zu sichern, wird auf die Kompetenz weiterer externer Fachleute, wie zum Beispiel Marketingspezialisten, zurückgegriffen.