Stadt Bayreuth

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10.06.2011

Bayreuths Schulen verbrauchen weniger Strom, Heizung und Wasser

Umweltbericht der Stadt meldet spürbare Erfolge beim Energiesparen, die sich rechnen – Bericht jetzt im Internet

Energiesparen rechnet sich: Die Stadt Bayreuth hat im vergangenen Jahr durch gezielte Maßnahmen zur Senkung der Strom- und Heizkosten an 20 Bayreuther Schulen knapp 283.000 Euro eingespart, die stattdessen für andere schulische Zwecke sinnvolle verwendet werden können.

Nachzulesen ist diese Bilanz im neuesten Umweltbericht des Rathauses für das Jahr 2010, der dieser Tage vom Umweltausschuss des Stadtrats verabschiedet wurde und ab sofort auch im Internet unter www.bayreuth.de abrufbar ist. Der alljährlich aufgelegte Bericht behandelt als Leistungsbilanz des Rathauses so ziemlich alle Aspekte des Umwelt- und Naturschutzes, die auf der Agenda städtischer Umweltpolitik stehen. Der Umweltschutzbericht 2010 basiert im Wesentlichen auf Datenmaterial des vergangenen Jahres. In Einzelfällen wurden nach Möglichkeit aber auch Ereignisse des laufenden Jahres berücksichtigt. Er ist also topaktuell!

Eine besondere Bedeutung kommt im jetzt vorliegenden Bericht dem Kapitel der energetischen Gebäudesanierung an Bayreuths Schulen zu. So konnte in den Jahren 2002 bis 2009 der Verbrauch von thermischer Energie in den Bayreuther Schulen um satte 39 Prozent gesenkt werden. Ein Trend, der über die Jahre immer mehr an Dynamik gewonnen hat und der sich rechnet.

Einsparungen gab es nicht nur bei mit Erdgas oder Heizöl versorgten Gebäuden, auch bei der Fernwärme lässt sich sparen. Hier konnte seit 2005 ein Rückgang der Verbrauchszahlen um 8 Prozent erzielt werden.

Einsparungen beim Strom- und Wasserverbrauch

Ähnlich positiv entwickelt sich die Kurve beim Stromverbrauch. Auch hier konnte nach vielen Jahren steigender Verbrauchszahlen eine nachhaltige Wende geschafft werden. Seit 2001 ist der Stromverbrauch der vom Hochbauamt überwachten Schulen um 11 Prozent gesunken. Wichtig war hierbei auch die Erkenntnis, dass bei Schulen der überwiegende Stromverbrauch nicht nur durch die Beleuchtung, sondern gerade in den Nachtstunden fast ausschließlich durch die Heizung verursacht wird. Das Hochbauamt hat daher seine Sanierungsschritte vor allem auf den Austausch veralteter Pumpentechnik und die Erneuerung moderner Steuerungselemente konzentriert. Auch die Sanierung der Beleuchtungskörper in den Schulen wurde weiter vorangetrieben.

Positiv gestaltet sich auch der Trend beim Wasserverbrauch. Hier konnte seit 2001 ebenfalls ein Rückgang von satten 39 Prozent verbucht werden.

Möglich wurden diese effektiven Schritte zum Energiesparen vor allem auf der Basis der seit 2002 beim Hochbauamt erstellten Energiedatenerfassung. Bisher werden 21 Schulen datentechnisch erfasst und überwacht, mittlerweile werden 207 Verbrauchszähler von den Hausmeistern monatlich vor Ort abgelesen. Durch die vielfältigen Kennziffern ist es möglich, eventuelle Fehler in den technischen Anlagen aber auch Verluste durch Bedienungsfehler zu ermitteln. Nur durch eine konsequente Überwachung bleibt gewährleistet, dass die erzielten Einsparungen auch dauerhaft erzielt werden.

Positive Entwicklungstrends vermeldet der Umweltbericht auch bei der Abfallbilanz der Stadt. Das Restmüllvolumen in Bayreuth ist in den vergangenen acht Jahren kontinuierlich um insgesamt rund 1.000 Tonnen gesunken und fiel 2010 mit 14.129 Tonnen so gering wie noch nie seit acht Jahren aus. Ein Trend, der für die Effektivität des ausdifferenzierten Entsorgungssystems der Bayreuther Abfallwirtschaft spricht.

Weitere Themen von öffentlichem Interesse, auf die der Umweltschutzbericht ausführlich eingeht: Fragen des Klimaschutzes, die aktuelle Altlasten-Situation in Bayreuth, Mobilfunk, Lärmschutz, Fragen der Verkehrssicherheit, ökologischer Städte- und Wohnungsbau oder die Umweltbildung an Bayreuths Schulen.

Bericht ist kostenlos beim Umweltamt zu haben

Der Umweltschutzbericht der Stadt kann direkt über das Umweltamt im Neuen Rathaus, Luitpoldplatz 13, kostenlos bezogen werden. Außerdem steht er hier auf bayreuth.de zum Download zur Verfügung.