Stadt Bayreuth

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02.12.2014

Bayreuths Winterdienst in den Startlöchern

Die Vorbereitungen des Stadtbauhofs sind abgeschlossen – Wenn’s drauf ankommt, sind weit über 100 Mitarbeiter im Einsatz

Für den Stadtbauhof kann der Winter kommen. Die Vorbereitungen auf die kalte Jahreszeit sind abgeschlossen, die Schneepflüge stehen bereit, Salz- und Splittlager sind gefüllt.

Auf dem Bauhofgelände sind die Vorbereitungen in den vergangenen Wochen auf Hochtouren gelaufen. Schneepflüge wurden bereitgestellt, Fahrzeuge mit Streugeräten ausgerüstet und winterfest gemacht. Auch die Salz- und Splittlager sind prall gefüllt. Insgesamt 1.000 Tonnen Salz und rund 500 Tonnen Splitt wurden eingelagert. Speziell der Salzverbrauch ist im Vorfeld nur schwer zu kalkulieren. In den vergangenen Jahren wurden, je nach Witterungsverlauf, zwischen 400 und über 2.000 Tonnen verbraucht.

Wenn es mit dem Winter losgeht, rücken die Bauhofmitarbeiter werktags bereits um 3 Uhr aus. So können bis zum Einsetzen des Berufsverkehrs die wichtigsten Routen freigeräumt werden. Die rund 350 Kilometer Straßen im Stadtgebiet sind in drei Kategorien eingeteilt: Hauptverkehrsstraße, Buslinien und Bergstrecken werden zuerst geräumt und gestreut, erst danach sind die Wohnsammelstraßen an der Reihe. Reine Wohnstraßen folgen zum Schluss. Sie werden erst ab einer Schneehöhe von fünf Zentimetern geräumt und sind dann dran, wenn alle anderen Aufgaben erledigt sind – die Hauptverkehrsstraßen gehen also immer vor, um den Verkehrsfluss aufrecht zu erhalten.

Bis 20 Uhr, manchmal auch etwas länger, sind im Bedarfsfall die 19 Fahrzeuge des Stadtbauhofes auf den Straßen. Sie werden bei massivem Schneefall zusätzlich von vier privaten Unternehmen unterstützt. Unterwegs sind im Winterdienst aber auch rund 100 Handreiniger aus dem Bauhof und dem Stadtgartenamt, die sich um Fußgängerüberwege, Treppen und städtische Gehwege kümmern, die nicht von Fahrzeugen geräumt werden können.

Parkende Autos werden zum Hindernis

Die Entscheidung, ob und wann der städtische Winterdienst ausrückt, liegt beim Winterdiensteinsatzleiter. Er kann auf eine sehr detaillierte und präzise Wettervorhersage im Internet zugreifen, hat aber auch jede Menge Erfahrung, wenn es darum geht, Wettersituationen richtig einzuschätzen. Kritisch wird’s immer dann, wenn es mitten im Berufsverkehr zu schneien anfängt, denn dann stehen meist auch die Räumfahrzeuge im Stau und kommen nicht weiter. In diesen Situationen bittet der Bauhof vor allem die Autofahrer um Rücksicht auf die Schneepflüge. Die großen Fahrzeuge haben Räumschilde mit vier Meter Breite, was den Fahrern einiges an Geschicklichkeit beim Fahren durch die Stadt abverlangt.

Ein Ärgernis sind für den Winterdienst am Straßenrand parkende Autos. Wenn dort die Schneehaufen immer größer werden, wird die Fahrbahn zwangläufig schmäler. Und wenn es dann für die Räumfahrzeuge kein Durchkommen mehr gibt, dann hilft nur noch das Abschleppen von Fahrzeugen.

Anwohner sind zum Räumen und Streuen verpflichtet

Gehsteige und Wege, die an private Grundstücke angrenzen, müssen von den Anwohnern von Schnee freigehalten und mit abstumpfenden Materialien wie Sand oder Splitt gestreut werden. Nur bei extremer Gefahr, beispielsweise bei Eisregen, darf auch Salz gestreut werden. Die Stadt bittet die Hausbesitzer außerdem, den Schnee nicht auf die Straße zu schaufeln, denn beim ersten Einsatz der Räumfahrzeuge wird er wieder zurückgeschoben. Schnee sollte auf die Hausseite der Gehwege oder an eine geeignete Stelle auf dem Grundstück geschippt werden.

Und noch eine Bitte des Bauhofs an Bayreuths Hausbesitzer. Die rund 800 Boxen für Streugut, die alljährlich während der Wintermonate im Stadtgebiet aufgestellt werden, sind als Vorratslager für die Handreiniger der Stadt gedacht. Der Inhalt ist nicht für die Allgemeinheit bestimmt.