Stadt Bayreuth

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28.11.2008

Beim Umzug: Kein neues Kfz-Kennzeichen nötig

Stadt und Landkreis Bayreuth bieten ihren Bürgern im Rahmen eines Pilotprojektes einen neuen Service, der Geld spart

Frohe Kunde für Bayreuths Autofahrer: Wer mit seinem Wohnsitz von der Stadt in den Landkreis wechselt oder umgekehrt, der benötigt ab sofort kein neues Autokennzeichen mehr – ein neuer Service, der nicht nur Zeit, sondern auch bares Geld sparen hilft.

Wie Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl und Landrat Hermann Hübner mitteilen, beteiligen sich Stadt und Landkreis Bayreuth an einem Pilotprojekt, das auf der Basis einer Ausnahmegenehmigung des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie diesen neuen Service ermöglicht. Für Fahrzeuge mit dem Ortskennzeichen BT kann so bei einem Umzug des Fahrzeughalters auf die sonst notwendige Umkennzeichnung verzichtet werden. Das bereits vorhandene BT-Kennzeichen darf stattdessen auch nach dem Wechsel des Wohnsitzes weiterverwendet werden.

Landrat Hübner und OB Dr. Hohl sehen in dem neuen Zulassungsverfahren ein echtes Stück Verwaltungsvereinfachung. „Stadt und Landkreis haben hier von Anbeginn der Überlegungen an einem Strang gezogen. Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet das neue Verfahren Zeit- und Geldersparnis“, unterstreichen Oberbürgermeister und Landrat die Vorzüge der neue Regelung. Denn bisher mussten Autobesitzer bei einem Umzug zwischen Stadt und Landkreis jeweils neue Kennzeichen für ihr Gefährt anschaffen. Dass sie sich die Kosten hierfür und das Ummontieren der Schilder künftig sparen können, wurde nicht zuletzt durch entsprechende Softwarelösungen der AKDB ermöglicht. Die AKDB ist bundesweit führender kommunaler Softwareanbieter und betreibt in Bayreuth eine erfolgreiche Geschäftsstelle.

Regelung gilt nur für zugelassene Fahrzeuge

Die neue Regelung gilt nur für zugelassene Fahrzeuge. Wer seinen Wagen zum Zeitpunkt des Umzugs abgemeldet hat, muss sich bei der Wiederzulassung, wie bislang auch schon, ein neues Kennzeichen zuteilen lassen. Und selbstverständlich können sich Fahrzeughalter auch weiterhin bei einem Wohnortwechsel auf Wunsch ein neues Kennzeichen ihres Zulassungsbereichs zuteilen lassen.

Bei einem Umzug von Stadt oder Landkreis Bayreuth in einen anderen Zulassungsbezirk – zum Beispiel Kulmbach – muss auch weiterhin eine Umkennzeichnung des Fahrzeugs wie bisher üblich erfolgen.

Die Zulassungsbehörden von Stadt und Landkreis bitten zudem zu beachten, dass trotz der neuen Regelung Fahrzeughalter ihr Gefährt bei einem Umzug nach wie vor in der Zulassungsstelle ummelden müssen. Der Behördengang entfällt also nicht vollständig. Hierzu müssen weiterhin die erforderlichen Unterlagen, also Fahrzeugpapiere, gültige Abgas- (AU) sowie Hauptuntersuchungsbescheinigungen (HU) und eine neue Versicherungsbestätigung (früher Doppelkarte) vorgelegt werden.

Im kommenden Jahr ist geplant, dass die Landkreise Bayreuth und Kulmbach sowie die Stadt Bayreuth gemeinsam als Pilotanwender die Kennzeichen gemeinsam bewirtschaften. Das heißt, dass Bürger nicht mehr an ihre „Heimatzulassungsstelle“ gebunden sind.