Stadt Bayreuth

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22.06.2006

Beleg für oberfränkische Innovationsbereitschaft

Zukunftsweisende Stärkung für den Wissenschafts- und Technologiestandort Bayreuth: Die renommierte Fraunhofer-Gesellschaft hat einen Kooperationsvertrag mit der Universität Bayreuth geschlossen und wird zusammen mit dem Lehrstuhl Keramische Werkstoffe eine Fraunhofer-Projektgruppe “Keramische Verbundstrukturen” in Bayreuth gründen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die Entwicklung auf diesem Hochtechnologiegebiet umfassend voranzutreiben.

Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl, der die neue Projektgruppe bei einem Pressegespräch gemeinsam mit Oberfrankens Regierungspräsident Hans Angerer, Unipräsident Professor Dr. Helmut Ruppert, dem Vorstand Forschungsplanung der Fraunhofer-Gesellschaft Dr. Ulrich Buller, dem Leiter der Fraunhofer-Silicatforschung Würzburg, Professor Dr. Gerhard Sextl, und dem Inhaber des Lehrstuhls Keramische Werkstoffe an der Universität Bayreuth, Professor Dr. Walter Krenkel, vorstellte, bezeichnete die Ansiedlung angesichts des vor Ort bereits vorhandenen Wissenschaftspotenzials als ebenso erfreulich wie folgerichtig. “Für Bayreuth als internationales Zentrum in Sachen Neue Materialien ist die Kooperation mit der Fraunhofer-Gesellschaft eine wertvolle Bereicherung der vorhandenen Strukturen”, so das Stadtoberhaupt. Die neue Projektgruppe werde daher zur rechten Zeit und am rechten Platz ins Leben gerufen.

Neue Materialien als Schlüsseltechnologie

Innerhalb der ersten Jahreshälfte ist es bereits die zweite Gründung einer Fraunhofer-Projektgruppe in Bayreuth. Im März 2006 war eine solche Kooperation für den Bereich “Prozessinnovationen” aus der Taufe gehoben worden. Mit der jetzigen Projektgruppe konzentriert man sich auf ein Spezialgebiet der Materialforschung.

Neue Materialien zählen zu den Schlüsseltechnologien. Sie sind für nahezu alle produzierenden Unternehmen von Interesse. Dies, so der Oberbürgermeister, gelte besonders für Unternehmen in Oberfranken, das nach wie vor ein bedeutender Industrieraum verschiedenster, meist werkstoffbasierter Branchen wie Textil, Kunststoff, Automobilzulieferung, Verpackung, Glas oder Keramik sei.

Die Gründung der Projektgruppe wertet Dr. Hohl als eindrucksvollen Beweis für die Innovationsbereitschaft und -fähigkeit Oberfrankens. Immerhin kann die Region um die 500 Markt- und Innovationsführer mit steigender Tendenz aufweisen. Eine Entwicklung, die wesentlich gestützt und vorangetrieben werde durch eine wachsende Zahl von Forschungseinrichtungen. “Dabei hat sich die Stadt Bayreuth als Zentrum der industrienahen Forschung und Entwicklung etablieren können”, betont der Oberbürgermeister. Ausgehend von der Grundlagenforschung an den naturwissenschaftlichen Lehrstühlen der Universität Bayreuth, ergänzt um die ingenieurswissenschaftliche Entwicklungsforschung an der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften sowie um die Anwendungsforschung im Kompetenzzentrum Neue Materialien bis hin zu den Entwicklungsabteilungen der hier ansässigen Unternehmen. “In Bayreuth ist inzwischen die gesamte Innovations- und Wertschöpfungskette vorhanden”, so Dr. Hohl.

Hoffnung auf ein dauerhaftes Institut

Mit der Fraunhofer-Projektgruppe etabliere sich nun erstmals eine renommierte Großforschungseinrichtung in Oberfranken, bestätige damit den in Bayreuth eingeschlagenen Weg und gebe berechtigte Hoffnung auf realistische Expansionsperspektiven hin zu einem dauerhaften Institut.