Stadt Bayreuth

21.01.2008

Berufliche Rehabilitation konzeptionell einbinden

Vielen Bayreuthern unbekannt ist, dass in der Liegenschaft der Klinik Herzoghöhe neben der medizinischen auch die berufliche Rehabilitation angesiedelt ist, die das Berufsförderungswerk Nürnberg (BFW) als gemeinnützige Rehabilitationseinrichtung mit seiner Geschäftsstelle Bayreuth durchführt. “Wir möchten insbesondere für unsere Teilnehmer, die mit gesundheitlichen Handycaps zu kämpfen haben oder hatten, bei potentiellen Arbeitgebern bekannter werden und Vorbehalte abbauen”, so Geschäftsstellenleiter Stephan Koller. “Dazu ist es von unschätzbarem Vorteil, einfach nur positiv bekannt zu sein. Arbeitgeber müssen wissen, dass gut qualifizierte Absolventen unsere Ausbildungsmaßnahmen verlassen. Sie müssen wissen, dass körperliche Einschränkungen, die für den alten Beruf hinderlich waren, für einen neuen keine Relevanz mehr darstellen”, fährt der 37jährige studierte Betriebswirt fort.

Um genau das zu erreichen, hat die BFW jetzt Oberbürgermeister Dr Michael Hohl zu einem Gespräch eingeladen. Hohl informierte sich eingehend über Struktur und gesetzlichen Auftrag der Berufsförderungswerke und versprach eine Einbindung der Organisation in die städtischen Gremien, die sich mit der Arbeit von Menschen mit Behinderungen befassen. Sozialreferent Carsten Hillgruber siganlisierte ebenso seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit, um den Anspruch behinderter Menschen auf Teilhabe am Arbeitsleben real werden lassen zu können.

Eine der Aufgaben des BFW ist die begleitete betriebliche Umschulung, die die Einrichtung im Auftrag der Rentenversicherung, der Agentur für Arbeit und der Berufsgenossenschaften durchführt. Auch hier kann es gegebenenfalls zu einer Zusammenarbeit mit der Stadt Bayreuth kommen. Das BFW bildet zusammen mit Kooperationsbetrieben zum Beispiel auch Verwaltungsfachangestellte oder Fachkräfte für Abwassertechnik aus, Ausbildungsberufe, die klassisch auch im öffentlichen Dienst zu Hause sind.

Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl sagte zu, sich im kommenden Frühjahr bei einem weiteren Besuch der Herzoghöhe ein persönliches Bild von der Arbeit der Einrichtung machen und deren Schüler kennen lernen zu wollen.