Stadt Bayreuth

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26.11.2010

Bessere Breitbandanbindung für Wolfsbach und Oberkonnersreuth

Stadt Bayreuth will sich am notwendigen Ausbau der Infrastruktur finanziell beteiligen

Die Stadt Bayreuth beabsichtigt, gemeinsam mit der Deutschen Telekom AG die Breitbandanbindung in den Wohngebieten der Stadtteile Wolfsbach und Oberkonnersreuth zu verbessern. Hierfür hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung nahezu einmütig grünes Licht gegeben. Für den Haushalt 2011 sollen entsprechende Mittel eingestellt werden. Außerdem wurde die städtische Wirtschaftsförderung beauftragt, noch in diesem Jahr einen Antrag auf Fördermittel des Freistaats zu stellen.

Eine leistungsfähige Kommunikationsinfrastruktur ist nicht nur für Unternehmen ein entscheidender Standortfaktor. Auch für die Bevölkerung werden schnelle Internetverbindungen immer wichtiger, ermöglichen diese doch Homeworking, freiberufliche Tätigkeiten oder den Zugriff auf die immer größer werdenden Informationsinhalte im weltweiten Netz. Zwar ist die Breitbandversorgung keine kommunale Pflichtaufgabe. Bei Versorgungslücken sind aber gerade die Kommunen erste Anlaufstelle für Anfragen und sehen sich mit der Forderung konfrontiert, durch eigenes finanzielles Engagement für Abhilfe zu sorgen.

So auch in Bayreuth: Insbesondere von Wolfsbacher Bürgerinnen und Bürgern gab es in der Vergangenheit immer wieder Klagen über eine zu geringe Bandbreite der lokalen Internetverbindungen. Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl beauftragte daraufhin die städtische Wirtschaftsförderung, hierfür eine Lösung zu erarbeiten. Diese hatte dann im vergangenen Sommer in Zusammenarbeit mit dem Fachbüro Corwese eine umfangreiche Infrastrukturerhebung durchgeführt. Nach Abschluss der Erhebung wurde deutlich, dass neben Wolfsbach auch Teile von Oberkonnersreuth und des Gewerbegebiets St. Georgen unterversorgt sind. Daher wurde direkt anschließend eine Befragung der Haushalte und von Gewerbebetrieben in den fraglichen Stadtteilen vorgenommen und die Suche nach Anbietern von Breitbanddiensten gestartet. Hierbei wurde schnell deutlich, dass eine Verbesserung der Breitbandversorgung nur unter finanzieller Beteiligung der Stadt Bayreuth machbar sein wird.

In der jüngsten Sitzung des Stadtrats stellte Diplom-Ingenieur Roland Werb vom beauftragten Planungsbüro Corwese dem Gremium die Ergebnisse der Infrastruktur- und Machbarkeitsuntersuchung vor. Neben der Anmeldung der benötigten Finanzmittel für den Haushalt 2011 beauftragte das Gremium die Verwaltung auch, noch in diesem Jahr einen Förderantrag bei der Regierung von Oberfranken zu stellen. Nach der bayerischen Breitbandrichtlinie winken für derartige Infrastrukturmaßnahmen immerhin bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten, höchstens jedoch 100.000 Euro.

Eine mögliche Erschließung der verbleibenden, unterversorgten Teilräume in den Gewerbegebieten Wolfsbach, Oberkonnersreuth und St. Georgen will der Stadtrat im kommenden Jahr erneut prüfen. Sie soll – so die Haushaltslage es zulässt – in den Jahren 2012 und 2013 angegangen werden. Da in diesen Gewerbegebieten bereits viele Unternehmen mit Standleitungen leistungsfähig angebunden sind und die vorhandene Struktur an Leerrohren den noch nicht angebundenen Gewerbebetrieben ebenfalls diese Option ermöglicht, erscheint eine solche Lösung vertretbar.