Stadt Bayreuth

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07.06.2011

Bessere Breitbandanbindung für zwei Stadtteile

Mit der Vertragsunterzeichnung im Rathaus fällt der Startschuss für ein wichtiges Infrastrukturprojekt

Josef Scherl (links) und OB Dr. Michael HohlDie Stadt Bayreuth wird in den kommenden Monaten gemeinsam mit der deutschen Telekom AG die Breitbandanbindung in den Wohngebieten der Stadtteile Wolfsbach und Oberkonnersreuth verbessern. Bei einem Pressetermin im Rathaus unterzeichneten Oberbürger-meister Dr. Michael Hohl und der Technikniederlassungsleiter der Deutschen Telekom Josef Scherl jetzt die Kooperationsvereinbarung für das Projekt.

Eine leistungsfähige Kommunikationsinfrastruktur ist nicht nur für Unternehmen ein entscheidender Standortfaktor. Auch für die Bevölkerung werden schnelle Internetverbindungen immer wichtiger, ermöglichen sie doch Heimarbeit, freiberufliche Tätigkeiten oder den Zugriff auf immer größer werdende Informationsinhalte im weltweiten Netz. Zwar ist die Breitbandversorgung keine kommunale Pflichtaufgabe. Bei Versorgungslücken sind aber gerade die Kommunen erste Anlaufstelle für Anfragen und sehen sich mit der Forderung konfrontiert, durch eigenes finanzielles Engagement für Abhilfe zu sorgen.

So auch in Bayreuth: “Insbesondere von Wolfsbacher Bürgerinnen und Bürgern gab es in der Vergangenheit immer wieder Klagen über eine zu geringe Bandbreite der lokalen Internetverbindungen”, so Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl. Der Oberbürgermeister beauftragte daraufhin die städtische Wirtschafts- und Strukturentwicklung, hierfür eine Lösung zu erarbeiten.

Infrastrukturanalyse und Bedarfserhebung

Im Sommer 2010 wurde in Zusammenarbeit mit dem Fachbüro Corwese eine umfangreiche Infrastrukturerhebung durchgeführt. Nach deren Abschluss wurde deutlich, dass neben Wolfsbach auch Teile von Oberkonnersreuth und des Gewerbegebietes St. Georgen unterversorgt sind. Daher wurde direkt anschließend eine Befragung der Haushalte und Gewerbebetriebe in den fraglichen Stadtteilen vorgenommen und nach den Vorgaben der Bayerischen Breitbandrichtlinie die Suche nach Anbietern von Breitbanddiensten gestartet sowie ein Markterkundungs- und Auswahlverfahren durchgeführt. Hierbei wurde schnell deutlich, dass eine Verbesserung der Breitbandversorgung nur unter finanzieller Beteiligung der Stadt Bayreuth machbar ist. “Ich bin dem Stadtrat sehr dankbar, dass er im Zuge der Haushaltsplanberatungen 2011 die entsprechenden Mittel für das Projekt bereit gestellt hat. Die Maßnahme wird zudem durch namhafte öffentliche Zuschüsse der Regierung von Oberfranken gefördert”, so Dr. Hohl.

Der Vertrag sieht vor, dass die Telekom das örtliche Breitbandnetz innerhalb eines Jahres ausbaut. Hiervon werden mehr als 600 Haushalte profitieren. Mit bis zu 16.000 Kilobit pro Sekunde können sich die Bürgerinnen udn Bürger dann durch das Internet klicken, E-Mails verschicken oder Musik herunterladen.

“Die Telekom treibt den DSL-Ausbau seit Jahren mit allen Kräften voran”, so Josef Scherl beim Pressetermin im Rathaus. Jede Stunde wächst das Telekom-Glasfasernetz um eineinhalb Kilometer. “Das ist eine gewaltige Aufgabe für ein privatwirtschaftlich geführtes Unternehmen, wenn man bedenkt, dass das Verlegen eines einzigen Kilometers Glasfaserkabel bis zu 50.000 Euro kostet.”