Stadt Bayreuth

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01.10.2007

BEW hebt Preis für Trinkwasser an

Bayreuths Haushalte müssen sich auf eine moderate Erhöhung des Trinkwasserpreises einstellen. Wie die Bayreuther Energie- und Wasserversorgungs GmbH (BEW) mitteilt, sieht sich das Unternehmen gezwungen, den Netto-Verbrauchspreis zum 1. Oktober um 15 Cent pro Kubikmeter auf 2,04 Euro zu erhöhen. Hintergrund der Tariferhöhung sind millionenschwere Investitionen in die Sicherung und den qualitativen Ausbau der Bayreuther Trinkwasserrversorgung, die die BEW aktuell und auch in den kommenden Jahren bewältigen muss.

Bayreuths Trinkwasser ist qualitativ hervorragend, wie bundesweite Vergleichstests immer wieder belegen. Dahinter steckt ein Aufwand, der seinen Preis hat. Für den Durchschnittsverbraucher bedeutet die jetzt beschlossene Preiserhöhung ein Plus von rund 7,5 Prozent, für einen Industriebetrieb sind es knapp 7,9 Prozent. Angepasst wurden die Tarife zuletzt im August 2006.

Dass eine Tariferhöhung in diesem Jahr unumgänglich wurde, liegt an den millionenschweren Investitionen, die die BEW aktuell und auch in Zukunft für den weiteren qualitativen Ausbau und die Sicherung der Bayreuther Trinkwasserversorgung schultern muss. BEW-Geschäftsführer Hans Nestmann erinnert in diesem Zusammenhang an den Neubau von Anlagen zur Entsäuerung von Fichtelgebirgswasser und für das Wasser aus den BEW-Brunnen am Eichelberg. Umfangreiche Investitionen und Wartungsarbeiten stehen auch für die Anlagen Osterbrunnen, Quellhof und Lehen an. Nicht zu vergessen die Erkundungsbohrungen der BEW im Heinersreuther Forst, die inzwischen abgeschlossen wurden und der Stadt ein wichtiges Trinkwasserreservoir sichern sollen. Aber auch notwendige Arbeiten am Versorgungsnetz, so etwa der Bau einer neuen Verbindungsleitung zwischen den beiden Druckzonen Hohe Warte und Eichelberg stehen auf der Agenda kostenträchtiger Baumaßnahmen, ebenso das im vergangenen Jahr erweiterte Trinkwasser-Bezugskontingent der BEW bei der Fernwasserversorgung Oberfranken oder die Schließung des in Regie der BEW betriebenen Brunnens Laineck.

Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl betont vor allem die notwendige Zukunftsvorsorge für eine auf lange Sicht garantierte, hochwertige Trinkwasserversorgung der Stadt und ihrer Menschen, der sich die BEW zu stellen habe. So diene die jetzige Tariferhöhung auch lediglich dem Ausgleich der defizitären Leistungsbilanz der Wasserversorgung. „Niemand will mit diesem wichtigen Lebensmittel Gewinne machen. Zur Sicherung der Investitionen der BEW in eine dauerhafte Versorgung mit Trinkwasser ist die jetzige Preisanpassung aber unvermeidlich“, so das Stadtoberhaupt. Bayreuth müsse aufgrund ungünstiger geographischer Gegebenheiten mehr Geld in die Trinkwasserversorgung investieren als andere Kommunen. „Faktoren, auf die wir letztlich keinen Einfluss haben.“

Was bedeutet die Tariferhöhung für Bayreuths Haushalte in Cent und Euro? Für ein Einfamilienhaus mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 200 Kubikmeter steigen die Gesamtkosten im Jahr um netto 30 Euro. Bei einem Industriebetrieb (Jahresverbrauch rund 20.000 Kubikmeter) sind es dementsprechend 3.000 Euro.