Stadt Bayreuth

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09.12.2010

BVB-Aufsichtsrat plädiert für Erhalt des Stadtbades

Geschäftsführung soll mögliche Kostensenkung durch reduzierte Öffnungszeiten prüfen

Das Stadtbad soll nach dem Willen des BVB-Aufsichtsrats nicht geschlossen werden.Die Schließung des Bayreuther Stadtbads ist für den Aufsichtsrat der Bayreuther Verkehrs- und Bäder- GmbH (BVB) vom Tisch: In seiner jüngsten Sitzung hat sich das Gremium einmütig für den Erhalt des Bades ausgesprochen.

Um trotzdem eine spürbare Senkung des jährlichen Defizits zu erreichen, das das Stadtbad in der Konzernbilanz der Stadtwerke verursacht, hat der Aufsichtsrat die BVB-Geschäftsführung beauftragt, neben weiteren Schritten zur Ergebnisverbesserung eine Reduzierung der Öffnungszeiten zu prüfen. In seiner nächsten Sitzung im ersten Quartal kommenden Jahres will sich das Gremium  dann erneut mit dem Thema befassen.

Wie bereits in den Medien berichtet, lagen dem Aufsichtsrat der BVB mehrere Szenarien zur Zukunft des Bayreuther Traditionsbades vor. Im Vorfeld waren die Handlungsoptionen von BVB-Geschäftsführer Jürgen Bayer den Stadtratsfraktionen vorgestellt und im Detail erläutert worden. Sie reichten von reduzierten Öffnungszeiten bis hin zur kompletten Schließung.

Reduzierte Öffnungszeiten

Von letzterem hat der BVB-Aufsichtsrat jetzt Abstand genommen. „Im Aufsichtsrat herrschte große Einigkeit, dass dies nicht der Weg ist, den das familienfreundliche Bayreuth gehen sollte“, fasst Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl die Diskussion zusammen. Vielmehr wolle man alle Anstrengungen darauf richten, das Defizit des Stadtbades durch organisatorische Maßnahmen zu verringern ohne zur „ultima ratio“ einer Schließung greifen zu müssen. Als attraktives Angebot für Familien, Kinder, Jugendliche und ältere Menschen, aber auch für den Vereinssport in Bayreuth genieße das Stadtbad unverändert viel Sympathie in der Bayreuther Öffentlichkeit. Seine Schließung würde eine große Lücke in die bestehende Angebotsstruktur reißen. Hierfür kurzfristig einen Ersatz zu schaffen, sei kaum zu leisten, so Dr. Hohl.

Statt das Bad komplett zu schließen, will der BVB-Aufsichtsrat zur Senkung des Kostendrucks die Möglichkeit reduzierter Öffnungszeiten vertieft geprüft sehen. Die Untersuchungen der BVB haben ergeben, dass die Besucherfrequenz im Stadtbad im Frühsommer und hier vor allem mit Beginn der Freibadsaison im Kreuzsteinbad signifikant nachlässt. Hier soll die BVB-Geschäftsführung nun entsprechende organisatorische Maßnahmen prüfen, die in umfassenden Gesprächsrunden mit den Hauptnutzern des Bades sowie die wesentlichen Bäderbetreiber in und um Bayreuth in Workshops diskutiert werden sollen.