Stadt Bayreuth

IM FOKUS

ONLINE-TERMINRESERVIERUNG

06.11.2007

BVB setzt auf City-Shuttle

Aufsichtsrat will bereits im Dezember über ein dann vorliegendes Konzept beraten – „Sternplatz“ wird über Kanzleistraße angefahren

Der Aufsichtsrat der Bayreuther Verkehrs- und Bäder GmbH (BVB) setzt auf ein Konzept von City-Shuttle-Bussen, um die Bayreuther Fußgängerzone und damit den Kern der historischen Innenstadt möglichst ganz von großen Bussen zu befreien. In seiner jüngsten Sitzung hat der BVB-Aufsichtsrat hierzu einen Grundsatzbeschluss gefasst und den städtischen Verkehrsbetrieb beauftragt, zügig ein Konzept für einen solchen Shuttle-Verkehr zu erarbeiten.

Wie Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl mitteilt, wird sich der BVB-Aufsichtsrat bereits in seiner nächsten Sitzung im Dezember wieder mit der Thematik befassen. Bis dahin soll ein jetzt vom Verkehrsbetrieb zu erarbeitendes Konzept auf dem Tisch legen. Im Aufsichtsrat habe große Einigkeit darüber geherrscht, dass Innenstadt-Shuttles letztlich ein Gewinn nicht nur für Bayreuths Stadtbuskunden, sondern auch für den Einzelhandel der gesamten Fußgängerzone, fürs markgräfliche Bayreuth und damit auch für Besucher und Gäste der Stadt sein könnten. „Nach den kontroversen Diskussionen der vergangenen Wochen um die Anbindung der Fußgängerzone an den Stadtbusverkehr über die Haltestelle Sternplatz steht mit dem City-Shuttle nun ein neuer Lösungsansatz im Vordergrund“, so OB Dr. Hohl. Von ihm verspreche sich die Stadt eine möglichst optimale Anbindung der Fußgängerzone ohne die vielfach als lästig empfundenen großen Busse. Diese Lösung, so Dr. Hohl weiter, stehe für eine neue Qualität der Diskussion um die Anbindung der Fußgängerzone an den Stadtbusverkehr. Zugleich verhehlt der Oberbürgermeister aber auch nicht, dass eine solche Lösung für die BVB mit erheblichen finanziellen Mehrbelastungen verbunden sein wird.

Mehrheitlich hat der Aufsichtsrat darüber hinaus dafür gestimmt, die Haltestelle „Sternplatz“ weiterhin ausschließlich über die Kanzleistraße anzufahren. In der Ludwigstraße sollen keine Busse fahren. Das Gremium folgte damit einem entsprechenden Vorstoß von Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl. Wie bereits berichtet, hatte der Oberbürgermeister im unmittelbaren Vorfeld der Einweihung der neuen ZOH den Aufsichtsräten vorgeschlagen, auf die ursprünglich geplante, gesplittete Linienführung über die Ludwigstraße/ Opernstraße stadteinwärts und Kanzleistraße stadtauswärts zu verzichten.

Der Verkehrsbetrieb soll nun in den kommenden Wochen prüfen, inwieweit die durch die neue ZOH erreichten Einsparungen in den Umlaufzeiten der Stadtbusse genutzt werden können, um die Taktzeiten an der Haltestelle „Sternplatz“ weiter zu verdichten und damit für eine noch bessere Anbindung der Fußgängerzone zu sorgen. Angestrebt wird hier ein 10-Minuten-Takt, der mit Blick auf das dann anlaufende Weihnachtsgeschäft ab Anfang Dezember dem Einzelhandel noch mehr Frequenz bescheren soll.