Stadt Bayreuth

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30.01.2008

Chance auf mehr Kooperation

Stadt und Landkreis Bayreuth sowie die angrenzenden Gemeinden sehen Regionalmanagement positiv

„Wir sehen die neuartige Zusammenarbeit von Stadt und Landkreis Bayreuth im Rahmen des Regionalmanagements als eine echte Chance für alle Beteiligten.“ Darüber waren sich Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl, Landrat Dr. Klaus-Günter Dietel und die insgesamt neun Bürgermeister der direkt an Bayreuth angrenzenden Gemeinden einig. Diese hatten sich gemeinsam mit Vertretern des Regionalmanagements und der Regionalen Entwicklungsgesellschaft zu einem ersten Treffen im Neuen Rathaus eingefunden, um über Wünsche, Vorstellungen und Projekte, die im Rahmen des Regionalmanagements verwirklicht werden könnten, zu sprechen.

Mit dem Regionalmanagement sind Stadt und Landkreis Bayreuth bayernweit der erste Raum, in dem ein solches Gemeinschaftsprojekt aufgebaut wird.

„Zwischen der Stadt und dem Landkreis, insbesondere den angrenzenden Gemeinden, bestehen viele enge Anknüpfungspunkte, die es gilt, stärker und gezielter abzustimmen“, betonte Oberbürgermeister Dr. Hohl. Als wichtige grenzübergreifende Themen nannte er die gemeinsame Vermarktung von Gewerbeflächen, den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), Einzelhandelsprojekte sowie den Hochwasserschutz.

Junge Familien in den Raum Bayreuth locken

Darüber hinaus liegen dem Oberbürgermeister drei Themen besonders am Herzen. Bayreuth müsse in Sachen Familienfreundlichkeit noch stärker zulegen. „Dieses Problem ist nicht allein zu bewältigen, sondern nur gemeinsam als Raum“, so Dr. Hohl. Im Rahmen des Regionalmanagements wollen daher Stadt, Landkreis, Bezirk und die Umlandgemeinden eine Strategie entwickeln, die dem Verlust von Bevölkerungssubstanz entgegenwirkt und junge Familien in den Raum Bayreuth lockt.

Anlässlich des Doppeljubiläums der Markgräfin Wilhelmine erwartet die Stadt Bayreuth einen verstärkten Zulauf an Touristen. Das wiederum führe zu einem zusätzlichen Bedarf an gewerblichen Unterkünften und Ferienwohnungen. „Auch hier bietet sich eine gute Gelegenheit, die touristische Kooperation von Stadt und Landkreis weiter zu vertiefen“, so Dr.. Hohl.

Universität mehr einbinden

Zudem bat der Oberbürgermeister die Gemeinden um Unterstützung der Universität Bayreuth. „Die Universität kämpft seit langem um die Ansiedlung eines Polymerzentrums. Es macht einen stärkeren Eindruck, dieses Projekt gemeinsam mit Ihnen, Ihren Gemeinden und dem Landkreis zu präsentieren“, betonte der OB. Auch hier stieß Dr. Hohl bei seinen Gästen auf offene Ohren. Die wollen nämlich die Universität in ihren Gemeinden und im Landkreis stärker etablieren. Vor diesem Hintergrund wurde auch für die nahe Zukunft ein gemeinsames Gespräch mit Vertretern der Universität anberaumt.

Angesprochen wurde ferner die künftige Zusammenarbeit bei den Thermen sowie bei Krippen- und Kindergartenplätzen.

Weitere Treffen geplant

„Wir müssen lernen, noch mehr zusammen arbeiten“, so der Oberbürgermeister abschließend. Eine vertiefte Kooperation von Stadt und Landkreis sei letztlich ganz entscheidend für die Zukunftsfähigkeit der gesamten Region. Daher wird sich die Gesprächsrunde auch in Zukunft regelmäßig treffen – das nächste Mal womöglich in erweitertem Kreis mit den Bürgermeistern aller Gemeinden des Landkreises.