Stadt Bayreuth

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10.08.2012

Dammwäldchen: Heller, sauberer, funktionaler

Viele Vorschläge zur Umgestaltung der Grünfläche

Im Rahmen des Städtebauförderprogramms “Aktive Zentren” soll das Dammwäldchen in der Innenstadt als Musterprojekt neu gestaltet werden. Dazu fanden vor kurzem zwei Workshops statt: Mit Schülern des Richard-Wagner-Gymnasiums arbeiteten Martin Fladt von UmbauStadt und Achim Gebhardt von CIMA an Ideen für die Grünfläche. Im Anschluss daran wurden bei einem Anleigerworkshop diese Vorschläge diskutiert und weitere überlegt.

Diese Bürgerplanung ist ein erster Schritt in einem dreistufigen Planungsprozess und dient zur Konkretisierung der Planungsvorgaben für eine Umgestaltung der Grünanlage. „Die Schüler des RWG haben viele sehr gute Ideen entwickelt“, lobte Martin Fladt das Engagement der jungen Leute, die das Dammwäldchen vor allem nachmittags als Pausen- und Rückzugsort nutzen. Gleichzeitig kristallisierten sich bei den verschiedenen Entwürfen einige gemeinsame Kritikpunkte am jetzigen Zustand heraus. So war man sich beispielsweise einig, dass das Dammwäldchen derzeit zu dunkel ausfällt. Das vorhandene Grün schränkt die Belichtung des Aufenthaltsraums im Freien zu stark ein, befanden die Schüler. Nachts werde darüber hinaus nur mangelhaft beleuchtet.

Abhilfe schafften die Schüler in ihren Entwürfen durch die Ausdünnung des Grüns, manche entwickelten gar Lichtkonzepte für die Naturbeleuchtung. „Dass Energie ein Thema ist, zeigen beispielsweise Solarleuchten, die die Schüler in ihre Entwürfe eingeplant haben“, so Fladt. Ausdrücklich gewünscht sind verschiedene Bodenbeläge: Wiese, Natursteinpflaster, wassergebundene Oberflächen sollen sich abwechseln. Was auch deutlich wurde: Die Jugendlichen wünschen sich Rückzugsmöglichkeiten. Ebenso schlugen die Schüler besondere Elemente wie Bühne, Pavillon oder Sonnensegel vor. Qualitativ hochwertige Sitz- und Liegemöglichkeiten sollen für angenehme Stunden im Dammwäldchen sorgen. „Es soll kommunikativ, aber auch kontemplativ werden“, fasste Martin Fladt zusammen. Viele Vorschläge richteten sich gegen Lärm, „Ruhe und Entspannung sind auch unter den Schülern ein großes Thema“, so Fladts Fazit.

Kritisiert wurden auch mangelnde Pflege und Hygiene. Mehr Sauberkeit will man durch Parkmobiliar wie Abfallbehälter und Hundekottütenspender herstellen.

Darüber hinaus soll im Dammwäldchen, das bislang vielen Anwohnern und Passanten nur als Abkürzung dient, die Funktionalität der Wegeführung aufgewertet werden, ebenso wünschen sich die Anlieger optimierte Zugänge von Südost nach Südwest. Dabei will man u. a. Sichtbeziehungen, Querungshilfen und Barrierefreiheit in die Überlegungen einbeziehen. Umstritten ist aus ihrer Sicht noch, ob das Dammwäldchen offen zur Dammallee hin oder als abgeschlossener Raum gestaltet werden soll.

Gegen Ende des Jahres planen CIMA, UmbauStadt und die Stadt Bayreuth einen zweiten Workshop. In der Zwischenzeit werden nun die bisherigen Rückmeldungen aus der ersten Beteiligungsrunde ausgewertet, parallel dazu soll es Einzelgespräche mit den Anliegern geben. Anschließend werden zwei bis drei Planungsvarianten unter Berücksichtigung der gesammelten Anregungen durch die Fachplaner entwickelt, die dann mit den Anliegern und Nutzern diskutiert werden sollen.

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