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20.07.2010

Das Bayreuther Logistikzentrum kommt!

Stadt und Logistikunternehmen haben das Areal der ehemaligen Markgrafenkaserne notariell beurkundet

Die Planungen, auf dem Gelände der ehemaligen Markgrafenkaserne ein Logistikzentrum zu errichten, haben einen vorläufigen Höhepunkt erreicht: Die Stadt Bayreuth und die beiden Logistikunternehmen Wedlich und Steinbach haben jetzt ihre Grundstückskaufverträge unterschrieben.

Rund 265.000 Quadratmeter haben die drei Käufer (Stadt: 105.000 Quadratmeter, Wedlich: 100.000 Quadratmeter, Steinbach: 60.000 Quadratmeter) von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben erworben. Bei einem Pressegespräch im Neuen Rathaus informierte Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl gemeinsam mit der städtischen Wirtschaftsförderung und den Unternehmern Christian Wedlich und Frank Steinbach darüber, was auf dem Gelände mittelfristig passieren wird.

Auf dem Areal der ehemaligen Markgrafenkaserne wird mittelfristig ein Logistikzentrum entstehen.

Auf dem Areal der ehemaligen Markgrafenkaserne wird mittelfristig ein Logistikzentrum entstehen.

„Mit dem gemeinsamen Kauf des Grundstücks haben wir den entscheidenden Schritt getan. Jetzt gilt es, das Gelände auf Vordermann zu bringen, damit dort in den nächsten Jahren ein Logistikzentrum erster Güte und mit überregionaler Bedeutung entstehen kann. Die Logistikbranche ist eine der wachstumsstärksten Wirtschaftszweige überhaupt. In ganz Deutschland arbeiten derzeit 2,5 Millionen Menschen in diesem Wirtschaftszweig, der bundesweit einen Jahresumsatz von 170 Milliarden Euro erzielt. Wir können und wollen von dieser Entwicklung profitieren und haben hierfür die richtigen Weichen gestellt“, so Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl.

Erster Schritt: Abbruch- und Erschließungsmaßnahmen

Zunächst sind auf dem Gelände an der Christian-Ritter-von-Popp-Straße umfangreiche Abbruch- und Erschließungsmaßnahmen erforderlich. Dazu zählt unter anderem der Abbruch von 17 Gebäuden mit zirka 190.000 Kubikmeter umbauten Raum, das Verfüllen von 30 Bunkern, der Bau einer neuen Erschließungsstraße mit Rad- und Fußweg sowie die Installation notwendiger Versorgungsleitungen.

Und das wird auf dem Gelände nach den erforderlichen Ordnungs- beziehungsweise Erschließungsmaßnahmen passieren: Die Teilfläche, die von der Stadt Bayreuth angekauft wurde, besteht zum größten Teil aus Straßen, Geh- und Radwegen sowie Grünflächen; zirka 28.000 Quadratmeter kann die Stadt an weitere Logistikunternehmen veräußern. Geschäftsführer Christian Wedlich plant für die kommenden Jahre eine komplette Umsiedlung seines Speditionsunternehmens von der Ludwig-Thoma-Straße sowie weiterer Lager in das Logistikzentrum. In vier Bauabschnitten sollen auf seinem Grundstück je nach Nutzungsart und -dichte vier Lagerhallen von jeweils zirka 7.500 bis 10.000 Quadratmeter Größe entstehen. Frank Steinbach plant mittelfristig eine Erweiterung der logistischen Aktivitäten, Anzahl und Größe der Hallen wird das Unternehmen von den Bedürfnissen der Kunden abhängig machen.

Gelände mit enormem Entwicklungspotenzial

„Das Gelände der ehemaligen Markgrafenkaserne hat ein enormes Entwicklungspotenzial, und zwar nicht nur für die Logistikunternehmen, die sich dort ansiedeln, sondern auch für die heimische Wirtschaft. Der Anteil der Logistikkosten am Nettoverkaufspreis eines Produktes variiert zwischen 10 Prozent (Automobil) und 50 Prozent (Handelsgut). Leistungsfähige Logistikdienstleister sind damit eine wichtige Schlüsselgröße, um betriebliche Einsparpotenziale zu generieren und Erfordernisse des Marktes zu erfüllen. Der Standort Bayreuth ist mit seinen Logistikunternehmen für die Zukunft gut aufgestellt“, so der Oberbürgermeister.