Stadt Bayreuth

07.10.2009

Das Gründerviertel St. Georgen

Der Stadtteil St. Georgen ist nicht nur bekannt für seinen historischen Straßenmarkt oder die barocke Architektur. Mittlerweile wurde dieser zwischen Innenstadt und Industriegebiet gelegene Stadtteil nämlich zu Bayreuths Gründerviertel ernannt.

St. Georgen hat eine lange, gewerbliche Tradition: Angefangen von den ersten Fayencen-Manufakturen über die Gründerzeit der Jahrhundertwende bis hin zum Strukturwandel der letzten Jahrzehnte – heute steht St. Georgen für die Existenzgründerszene und die Kreativwerkstatt. Die Stadt Bayreuth mit ihrem Amt für Wirtschaftsförderung unterstützt aktiv diesen Prozess durch Existenzgründeraktivitäten, Netzwerkstrukturen und ein Leerstandsmanagement.

Ein Gründerviertel braucht auch ein Gründerzentrum oder besser gesagt eine Gründervilla. An der Bernecker Straße steht ein altehrwürdiges Gebäude, das sich im Besitz der Stadt befindet und den Einheimischen eher unter dem Namen Leers’sches Waisenhaus bekannt ist. Es beherbergt heute unter anderem die Forschungsstätte für Kurzschrift und das Schreibmaschinenmuseum. Damit waren aber nicht alle Stockwerke belegt, sodass es sich geradezu anbot, die leerstehenden Räume Existenzgründern anzubieten. Die optimale Größe der Räume, die Lage und günstige Mieten sorgen dafür, dass sich dort Existenzgründer niederlassen.

Die Gründerinitiative St. Georgen beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Gründervilla, mittlerweile ist der gesamte Stadtteil ein Gründerviertel. Im Zuge des Projektes Soziale Stadt, das 2001 in St. Georgen anlief, wurden zahlreiche Mikroprojekte realisiert, zu denen auch Existenzgründerprojekte und ein eng geknüpftes Netzwerk gehören. Die Folge daraus ist, dass sich in den leerstehenden Immobilien des Stadtteils zahlreiche Existenzgründer niedergelassen haben.