Stadt Bayreuth

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27.12.2015

Stadtchronik: Das Jahr 2015 im Schnelldurchlauf

Das Jahr 2015 neigt sich seinem Ende zu. Was hat es gebracht für Bayreuth und seine Stadtentwicklung? Hier ein kleiner Auszug aus der Bayreuther Stadtchronik – natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Eroeffnung-Wahnfried

Ein Höhepunkt des Jahres 2015: Die Eröffnung des sanierten und umgestalteten Richard-Wagner-Museums einen Tag nach der Festspielpremiere sorgte für überregionale Aufmerksamkeit.

Eröffnung der 8. JugendKunstTriennale des Sächsisch-Bayerischen Städtenetzes: Junge Künstler im Alter von 14 bis 25 Jahren aus Bayreuth, Hof, Plauen, Zwickau und Chemnitz präsentieren ihre Arbeiten im RW21.

Nach mehrjähriger Pause findet wieder ein Ball des Sports statt. Die ehemalige Kickbox-Weltmeisterin Dr. Christine Theiss und der Schwimmer Florian Vogel werden als Sportler der Jahres 2013 und 2014 geehrt.

Eine städische Gedenktafel auf dem Stadtfriedhof erinnert an das Schicksal von sechs Frauen aus dem Konzentrationslager Ravensbrück. Sie kamen im Februar 1945 während eines Gefangenentransports ums Leben.

Die Stadt ehrt die langjährige Ausländerbeauftragte und Mitbegründerin der deutsch-amerikanischen Gesellschaft Bayreuth, Claudia Hoffmann, mit dem Bürgerpreis. Mit der Auszeichnung wird ihr langjähriges soziales Engagement  sowie ihr unermüdlicher Einsatz für eine gelebte Willkommenskultur in Bayreuth gewürdigt. Die US-Amerikanerin übersiedelte 1975 nach Bayreuth.

Der Verein „Bunt statt Braun – Gemeinsam stark für Flüchtlinge“ erhält den Sozialpreis der Stadt Bayreuth. Der Verein engagiert sich seit vielen Jahren für in Bayreuth untergebrachte Flüchtlinge. Durch unterschiedlichste Angebote, Projekte und Aktionen setzt er sich für deren Integration und Begegnungen mit der einheimischen Bevölkerung ein. „Bunt statt Braun leistet einen wertvollen Beitrag für die Etablierung einer Willkommenskultur in Bayreuth. Der Verein bezieht mutig und klar Position, wenn es darum geht, rechtem Gedankengut entgegenzutreten“, so Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe bei der Preisverleihung.

Das Richard-Wagner-Gymnasium wird aus zahlreichen Bewerbungen von Schulen aus ganz Deutschland als Starterschule für ein Programm ausgewählt, das die Breitenförderung im naturwissenschaftlichen Bereich zum Ziel hat.

Der Stadtrat stimmt für die große Lösung zur Sanierung der Bayreuther Stadthalle. Ihr umfassender Umbau wird rund 55 Millionen Euro kosten.

Bei einem Festakt wird das Iwalewahaus der Universität Bayreuth nach einjähriger Umbauphase an seinem neuen Standort in der Wölfelstraße eröffnet.

Jahrestagung der African Literature Association mit rund 500 Wissenschaftlern aus aller Welt. Auf dem Bayreuther Campus findet die aktuell bedeutendste Konferenz zur afrikanischen Literatur statt. Mit Literaturnobelpreisträger Wole Soyinka aus Nigeria und der Schriftstellerin Ama Ata Aidoo aus Ghana sind zwei der prominentesten Literaten Afrikas vertreten.

Der Stromnetzbetreiber Tennet mit Sitz in Bayreuth gibt seine Ausbaupläne bekannt. An das bestehende Gebäude werden zwei Gebäudetrakte und ein Verbindungsbau angebaut. Das Unternehmen spricht von einer Investition im mittleren zweistelligen Millionenbereich.

Spatenstich für die neue Jugendherberge: Bis 2017 wird für knapp zehn Millionen Euro in Bayreuth die erste integrative Jugendherberge Bayerns errichtet.

Anlässlich des 25jährigen Bestehens der Kulturpartnerschaft Bayreuths mit dem österreichischen Burgenland findet im Neuen Rathaus ein Festakt statt. Am Fuß des Grünen Hügels wird der neue „Burgenlandplatz“ eingeweiht. Im Oktober reist eine Bayreuther Stadtratsdelegation zum Gegenbesuch ins Burgenland.

Stadt und Landkreis Bayreuth werden zur „Bildungsregion Bayern“. Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle überreicht Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe und Landrat Hermann Hübner bei einer Feierstunde im RW21 das Qualitätssiegel.

Die Universität Bayreuth feiert ihren 40. Geburtstag und lädt dazu die Bevölkerung ein. 50 Programmpunkte laden über zwei Tage hinweg zum Staunen und Mitmachen ein.

Eröffnung der Bayreuther Festspiele mit der Wagner-Oper „Tristan und Isolde“ in einer Inszenierung von Katharina Wagner und unter der musikalischen Leitung von Christian Thielemann. Die Liste der Premierengäste wird von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer angeführt.

Die Richard-Wagner-Stiftung und die Stadt Bayreuth eröffnen das für rund 20 Millionen Euro in drei Jahren Bauzeit sanierte und neugestaltete Richard-Wagner-Museum. 450 Gäste wohnen dem Festakt auf dem Vorplatz von Haus Wahnfried bei. Die Festrede hält Prof. Dr. Nike Wagner.

Wirtschaftsministerin Ilse Aigner eröffnet das neue Forschungsgebäude des Fraunhofer-Zentrums für Hochtemperatur-Leichtbau in Wolfsbach. Es bietet auf 2.600 Quadratmetern Fläche Platz für rund 80 Mitarbeiter.

Die Kinderspielstadt „Mini-Bayreuth“ feiert ihren 25. Geburtstag. In der Zeltstadt verbringen täglich bis zu 500 Jugen und Mädchen im Alter von sechs bis zwölf Jahren einen Teil der Sommerferien.

Die Segelflieger der Luftsportgemeinschaft Bayreuth (LSG) gewinnen die 1. Bundesliga 2015. Wenige Tage später haben sie auch in der Weltliga nach Wertungsschluss die Nase vorn. Damit hat sich die LSG gegen 1.095 andere Vereine aus der ganzen Welt durchgesetzt.

Bayreuth widmet seiner türkischen Partnerstadt Tekirdag einen nach ihr benannten Platz. Neben Tekirdags Oberbürgermeister Ekrem Eskinat kommt auch der türkische Konsul Gürol Bas zur Einweihung nach Bayreuth. Anlässlich der Einweihung des Platzes setzten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der benachbarten Brandenburger Apotheke ein Zeichen für Freundschaft und Solidarität mit ausländischen Mitbürgern und Flüchtlingen. Sie bieten begleitend ein Fest in der Stuckbergstraße an.

Auch in Bayreuth treffen immer mehr Flüchtlinge ein. Viele Menschen engagieren sich ehrenamtlich, um ihnen zu helfen. Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe übergibt bei einem interkulturellen Kinderfest auf dem Stadtparkett Spielzeugpakete an Flüchtlingskinder.

Die Oberbürgermeisterin kündigt im Stadtrat eine Sondertilgung an. Mit ihr wird der Schuldenstand der Stadt um vier Millionen Euro gesenkt. Eine solche Tilgung während eines Haushaltsjahres hat es in Bayreuth in den vergangenen zehn Jahren nicht gegeben.

Der Stadtrat gibt grünes Licht für den Ankauf der Schlossgalerie in der Kanalstraße. In dem Gebäude wird an exponierter Stelle in der Innenstadt ein Bürgerrathaus für publikumsintensive Dienststellen der Stadtverwaltung entstehen.

Grundsatzentscheidung im Stadtrat: Die Rotmianhalle wird ab September 2016 für die Dauer der Sanierung der Stadthalle als Ersatzspielstätte dienen.

25 Jahre Städtepartnerschaft zwischen Bayreuth und Rudolstadt in Thüringen. Mit einem Festakt auf der Heidecksburg feiern beide Partner vor dem Hintergrund des 25. Jahrestags der deutschen Wiedervereinigung ihr Bündnis.

Erster Spatenstich für den Bau einer neuen Dreifach-Sporthalle für den Schul- und Vereinssport in der Johann-Sebastian-Bach-Straße. Das städtische Hochbauamt rechnet für das Neubauprojekt einschließlich staatlicher Zuschüsse mit Baukosten von rund 5,2 Millionen Euro und einer Bauzeit von 16 Monaten. Die Fertigstellung der neuen Dreifach-Sporthalle ist für das erste Quartal 2017 geplant. Sie wird vor allem dem Bayreuther Schulsport mit 2.600 Quadratmetern Nutzfläche neue Möglichkeiten eröffnen.

Ein knappes halbes Jahr nach Baubeginn wird Richtfest für den knapp 19 Millionen Euro teuren Neubau der Sparkase Bayreuth am Luitpoldplatz gefeiert.

Der Stadtrat beschließt, einen Neubau für die sanierungsbedürftige Graserschule an der Cottenbacher Straße zu errichten. Die Verwaltung wird mit Grundstücksverhandlungen beauftragt. Die Initiative „Rettet die Graserschule“ beginnt daraufhin mit einer Unterschriftensammlung für ein Bürgerbegehren.

Über 80 Vertreter der Anliegerregionen der Franken-Sachsen-Magistrale fordern bei einer Konferenz in Bayreuth die Aufnahme der Elektrifizierung der Schienenverbindung in die vordringlichste Kategorie des neuen Bundesverkehrswegeplans.

Im Bayreuther Hauptbahnhof wird ein im Design der Landesgartenschau 2016 gestalteter Regio-Shuttle der Verkehrsgesellschaft agilis mit dem Namen „Festspiel- und Universitätsstadt Bayreuth“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Bis Oktober 2016 wird er in ganz Oberfranken Werbung für die Landesgartenschau machen. Gleiches gilt für einen zweiten agilis-Zug, der im gleichen Design rund um Regensburg zum Einsatz kommt.

Der Polymerspezialist Rehau kündigt an, unweit des Firmenstammsitzes in Rehau zusätzliche Büroräumlichkeiten in der Universitätsstadt Bayreuth anzumieten. Am neuen Standort sollen in einem ersten Schritt 50 neue Arbeitsplätze entstehen.

In seiner letzten Sitzung vor der Jahreswende sagt der Stadtrat grundsätzlich Ja zu einer Ansiedlung des Möbelhauses XXXLutz in Bayreuth. Die Verwaltung erhält mit Blick auf zwei mögliche Standortoptionen einen Verhandlungsauftrag.

Außerdem gibt der Stadtrat grünes Licht für zwei Bürgerbegehren. Sowohl beim Bürgerbegehren „Rotmainhalle“ als auch beim Bürgerbegehren „Graserschule“ positioniert sich der Stadtrat mit einem eigenen Ratsbegehren. Beide Bürgerentscheide finden am 13. März 2016 statt.

Die Firma Cybex GmbH kündigt für das Jahr 2016 die Schaffung von 150 neuen Arbeitsplätzen am Standort Bayreuth an.