Stadt Bayreuth

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13.01.2010

Das Ziel: Eine offizielle Städtepartnerschaft

Oberbürgermeister aus Bayreuth und dem türkischen Tekirdag unterschreiben Vereinbarung

Mit dem Ziel, “die bestehenden freundschaftlichen Beziehungen hin zu einer offiziellen Partnerschaft zwischen Bayreuth und Tekirdag zu führen“, haben der Bayreuther Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl und Dr. Adem Dalgiç, Oberbürgermeister des türkischen Tekirdag, im Neuen Rathaus eine Vereinbarung unterschrieben. Mit dieser Vereinbarung erklären die beiden Städte, die Begegnungen und den Erfahrungsaustausch zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Verbänden, Schulen und Wirtschaftsunternehmen der beiden Städte zu fördern, auszubauen und zu vertiefen.

Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl (rechts) und Dr. Adem Dalgiç, Oberbürgermeister der türkischen Stadt Tekirdag, unterzeichneten eine gemeinsame Erklärung, die die feste Absicht bekundet, die bestehenden guten freundschaftlichen Beziehungen hin zu einer offiziellen Städtepartnerschaft zu führen.

Der Grundstein für die Freundschaft der beiden Städte sei im Jahre 2007 gelegt worden, so OB Dr. Hohl, als eine türkische Delegation mit Oberbürgermeister und Stadträten die Stadt Bayreuth besuchte und über Tekirdag berichtete. Vermittelt wurde dieser Besuch durch den Bayreuther Bürger türkischer Abstammung, Menan Yildirim, der mit seiner Familie seit 1970 in Bayreuth lebt. Wenige Monate später kam es zu einem Gegenbesuch in der türkischen Stadt am Marmarameer. „Ihr derzeitiger Besuch hier in Bayreuth, sehr geehrter Herr Kollege Dalgiç, ist nun folgerichtig der nächste Schritt einer weiteren Annäherung unserer beiden Städte“, so Dr. Hohl.

Abgesehen von den Begegnungen politischer Repräsentanten gab es bisher vor allem auf wirtschaftlicher Ebene lose Beziehungen der beiden Städte. Das soll sich von nun an ändern: „Lassen Sie uns eine Brücke schlagen zwischen Oberfranken und Thrakien, zwischen Bayreuth und Tekirdag!“ Dabei gelte es, unter anderem Kontakte im Bereich des Tourismus, des Schüleraustausches und der Wirtschaft neu zu knüpfen bzw. zu vertiefen sowie eine enge Zusammenarbeit der beiden Universitäten anzustreben. „Es geht darum, Menschen verschiedener Sprachen und aus unterschiedlichen Kulturkreisen zusammen zu führen, damit diese sich kennen und verstehen lernen und somit zu Freiheit, Frieden und Toleranz beitragen“, betonte Dr. Hohl die Bedeutung dieser Freundschaft.

Der Oberbürgermeister von Tekirdag, Dr. Adem Dalgiç, der mit einer kleinen Delegation angereist ist, freute sich ebenfalls über die unterzeichnete Vereinbarung und versprach, dass „wir unsere Aufgaben, die sich mit dieser wachsenden Partnerschaft ergeben, in vollem Umfang erfüllen und diese Freundschaft weiter ausbauen werden“.

Mit Bildung Brücken bauen – Delegation aus Tekirdag besuchte auch Universität

Im Anschluss an das Treffen im Bayreuther Rathaus besuchte die Delegation aus Tekirdag die Universität Bayreuth. Professor Dr. Hans-Werner Schmidt, Vizepräsident für den Bereich Forschung und wissenschaftlicher Nachwuchs, begrüßte die türkischen Besucher und stellte ihnen die Universität Bayreuth vor. Oberbürgermeister Dalgiç erklärte im Gespräch mit Schmidt, er sehe in der Absichtserklärung der Städte Tekirdag und Bayreuth auch und gerade einen bildungspolitischen Aspekt. „Die Bildung bietet uns die Möglichkeit näher zusammenzurücken“, so Dalgiç. Er würde ein Programm für einen Studentenaustausch nachhaltig begrüßen.

Beeindruckt zeigten sich die Besucher aus Tekirdag von den Fortschritten, die die Fraunhofer-Projektgruppe für Keramische Verbundsstrukturen macht. Die Forschergruppe, die am Kompetenzzentrum Neue Materialien angesiedelt ist und unter der Leitung von Professor Dr.-Ing. Walter Krenkel (Lehrstuhl Keramische Werkstoffe) steht, stand ebenso auf dem Besuchsprogramm der Delegation.

Info:
Die türkische Stadt Tekirdag liegt am Marmarameer in Thrakien, ist Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Tekirdag und hat zirka 110.000 Einwohner. Bekannt ist die Hafenstadt heute vor allem für ihre Köfte-Lokale und die Anisschnapsproduktion.