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30.11.2006

Die Hochschule für Evangelische Kirchenmusik präsentiert „Der Messias“

HändelDas berühmte Oratorium „Der Messias“ wird am Samstag, 2. Dezember, um 20 Uhr, in der katholischen Pfarrkirche St. Hedwig, Holbeinstraße, zu hören sein. Aufgeführt wird das Werk durch den Chor der Hochschule für Evangelische Kirchenmusik Bayreuth und dem Nürnberger Bach-Orchester unter der Leitung von Prof. Karl Rathgeber. Mit von der Partie sind die Solisten Susanne Behnes (Sopran), Monika Bürgener (Alt), Reiner Geißdörfer (Tenor) und Wieland Satter (Bass). Einen besonderen Akzent bekommt die Aufführung dadurch, dass nicht die übliche Händelsche Originalfassung, sondern die Bearbeitung des Händelschen Originals durch keinen geringeren als Wolfgang Amadeus Mozart erklingen wird.

Flyer Der MessiasDie Einrichtung eines Oratoriums für eine jeweilige Aufführung entsprach, wie bei der Oper, der Praxis der Mozart-Zeit. Seit 1781 gehörte Mozart den musikalischen Kreisen um Baron van Swieten an. Dieser Baron van Swieten, Sohn des Leibarztes Maria Theresias, war von 1770-77 österreichischer Gesandter in Preußen bei König Friedrich II., gab Mozart den Auftrag, Händels „Messias“ im Rahmen der jährlichen Oratorienkonzerte seiner musikalischen Gesellschaft aufzuführen.

Entsprechend der Praxis der Zeit beinhaltete der Auftrag, ein Oratorium aufzuführen, zugleich die Aufgabe, es für die jeweiligen praktischen Gegebenheiten einzurichten. So transponierte Mozart und kürzte einige Arien und einen Chor und arbeitete die Instrumentierung grundlegend um. Als musikalische Vorlage diente ihm die englische Erstausgabe von 1767, in der der englische Text und die originalen Bläserstimmen weggelassen waren, in die Mozart dann eigene Bläserpartien einfügte. Den deutschen Text ließ van Swieten in einer Übersetzung von Christoph Daniel Ebeling eintragen.

Die Mozart-Bearbeitung des Messias von Händel ist eines der bedeutendsten Beispiele, wie sich ein Meister mit dem Werk eines anderen Meisters auseinander setzt und verspricht damit einen musikalisch spannenden Abend.

Kartenvorverkauf:
Theaterkasse der Kongress- und Tourismuszentrale
Luitpoldplatz 9,  Tel.: (09 21) 6 90 01
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