Stadt Bayreuth

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19.08.2011

Die Sommerzeit ist wieder Sanierungszeit

An Bayreuths Schulen haben derzeit die Handwerker das Sagen – Aufstockung des WWG auf der Zielgeraden

Baureferent Hans-Dieter Striedl, OB Dr. Michael Hohl und Hermann Baumgärtel, Leiter des Hochbauamtes (von links), im WWG.Nur weil Lehrer, Eltern und Kinder derzeit die Sommerferien genießen, herrscht an Bayreuths Schulen beileibe kein Stillstand. Ganz im Gegenteil: Gerade die Sommerpause nutzt das Hochbauamt der Stadt Bayreuth dazu, zahlreiche Schulgebäude wieder in Schuss zu bringen.

Welche Anstrengungen die Stadt als Sachaufwandsträger für die Bayreuther Schulen Jahr für Jahr schultern muss, verdeutlichte Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl am 19. August bei einer Presserundfahrt anhand von fünf ausgewählten Schulbaustellen. Mehr als 3 Millionen Euro investiert die Stadt in diese Bauprojekte. Insgesamt laufen derzeit an zwölf Bayreuther Schulen größere Bauarbeiten. „Bayreuth muss wie jede andere Kommune in Deutschland sparen. Dennoch bleiben auch für die kommenden Jahre Investitionen in die Sanierung und den Ausbau unserer Schulen unerlässlich. Denn was gibt es Wichtigeres, als die Lebens- und Lernbedingungen unserer Kinder zu verbessern?“, so Dr. Hohl.

Außerdem trage die energetische Sanierung von Schulgebäuden auf Dauer zum Sparen bei, denn weniger Energieverbrauch bedeutet weniger Kosten. So hat die Stadt Bayreuth im vergangenen Jahr durch gezielte Maßnahmen zur Senkung der Strom- und Heizkosten an 20 Bayreuther Schulen knapp 283.000 Euro gespart. Der Verbrauch thermischer Energie an Bayreuths Schulen konnte in den Jahren 2002 bis 2009 um satte 39 Prozent gesenkt werden, beim Strom gingen die Verbrauchswerte seit 2001 um 11 Prozent, beim Wasser seit 2005 um 8 Prozent zurück.

Wirtschaftswissenschaftliches Gymnasium: Die Aufstockung des städtischen wirtschafts- und naturwissenschaftlichen Gymnasiums (WWG) ist das derzeit größte Schulbauprojekt in Bayreuth. Lange wurde um die Baumaßnahme kommunalpolitisch gerungen – nicht, weil ihre Notwendigkeit strittig gewesen wäre, sondern weil sich die Finanzierung des 2,3 Millionen-Projektes äußerst schwierig gestaltete.

Ende August vergangenen Jahres fiel der Startschuss für die Bauarbeiten. Der durch den langen kalten Winter bedingte Zeitverlust im Bauablauf konnte vom Hochbauamt durch frühzeitige Ausschreibungsverfahren und leistungsfähige Firmen wieder kompensiert werden, so dass die Schule ihre neuen Räume rechtzeitig zum Beginn des Schuljahres Mitte September in Betrieb nehmen kann. Während der Sommerferien wird vor allem im Inneren des Gebäudes an der Ausstattung der Räume gearbeitet.

Jean-Paul-Schule: In diesem Jahr findet der letzte Abschnitt der Elektrosanierung der Jean-Paul-Schule statt. Die Arbeiten erstrecken sich auf das gesamte 2. Obergeschoss. Außerdem werden während der Sommerpause begleitende Maler-, Verputz- und Fliesenarbeiten erledigt. Die Klassenzimmer im 2. Obergeschoss erhalten zudem eine abgehängte Akustikdecke. Die aktuellen Sanierungsarbeiten sind mit 100.000 Euro veranschlagt.

Alexander-von-Humboldt-Realschule: Die Schule erhält ein Wärmedämm-Verbundsystem an den Außenwänden des Musiksaals und der beiden Turnhallen. Dabei werden an der Turnhalle auch alte Außentüren und Fenster ausgetauscht. Ebenso werden am Musiksaal die Kelleraußenwände mit einer Bauwerksabdichtung versehen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 150.000 Euro. Darüber hinaus wird für weitere 110.000 Euro die 100 Meter-Laufbahn der Schule saniert.

Altstadtschule: Für 60.000 Euro werden Maler- und Elektroarbeiten im Treppenhaus der Schule ausgeführt. Für weitere 40.000 Euro wird außerdem das Flachdach über dem EDV-Werkraum saniert. Parallel dazu werden noch Wasserschäden im Werkraum behoben, was vor allem Arbeiten am Parkettboden, Trockenbau-, Maler- und Verputzarbeiten bedeutet.

Volksschule Meyernberg: Das Dach der Schulturnhalle wird grundlegend saniert und mit einer Dämmung nach den Vorgaben der Energieeinsparverordnung ausgestattet. Die alten Fenster der Turnhalle wurden bereits komplett ausgetauscht und durch Nachfolger aus Kunststoff ersetzt. Das Hausmeisterhaus und die Sandwich-Fassade der Turnhalle erhalten ein Wärme-Verbundsystem. Die Sanierung der Schule begann bereits im Jahr 2008, seit 2009 mit Zuschüssen aus dem Konjunkturpaket II. Für 2011 sind für die derzeit laufenden Sanierungsarbeiten alles in allem 290.000 Euro eingeplant.