Stadt Bayreuth

01.08.2013

Die Zeichen stehen auf Wachstum

Der Technologiehügel in Bayreuth-Wolfsbach wird um ein Forschungsgebäude reicher. Seit vergangener Woche können die Mitarbeiter des dort ansässigen Fraunhofer-Zentrums für Hochtemperatur-Leichtbau HTL den Baggern bei der Arbeit zusehen. In zwei Jahren werden sie dann in hochmodernen Technikumshallen ihre Arbeit fortsetzen.

Mit Hochdruck hat das Team um das Architekturbüro »kister scheithauer gross, architekten und stadtplaner GmbH«, Leipzig, in den vergangenen Monaten an der Planung für den Neubau des Fraunhofer-Zentrums für Hochtemperatur-Leichtbau HTL gearbeitet. 20 Millionen Euro sind für Grundstück, Bau und Erstausstattung des HTL bewilligt worden. Die Mittel stammen zu 50 % vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung EFRE und zu je 25 % vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und vom Freistaat Bayern. Sichtlich erfreut zeigte sich dann auch die Projektleitung, Birgit Philipp und Bert König, von der zentralen Bauabteilung der Fraunhofer-Gesellschaft, München, als die Bewilligungsbescheide der Fördergeber eintrafen: »Dank des enormen Engagements aller in das Projekt eingebundenen Personen können wir nun offiziell die Aufträge an die ausführenden Firmen vergeben und termingerecht mit dem Bau beginnen«.

Seit Ende Juli sind die ersten Baufahrzeuge im Einsatz. Begleitet werden die Erdarbeiten zurzeit noch von einem Unternehmen für Munitionsbergung, welches das Grundstück im Vorfeld auf die Spuren einer im Zweiten Weltkrieg hier positionierten Flakstellung sondiert hatte. Dabei konnten deren Fundamente lokalisiert und das Griffstückgehäuse einer Maschinenpistole und eine Granatpatrone geborgen werden. Erst wenn sicher ist, dass keine weiteren Kampfmittel mehr vorhanden sind, wird das Unternehmen das Grundstück zur Bebauung freigeben.

Auch die Forscher freuen sich auf den Neubau. Momentan liegen ihre Arbeitsplätze noch auf verschiedene Standorte in den Räumen der Neue Materialien Bayreuth GmbH (NMB) in Bayreuth-Wolfsbach und am Fraunhofer-Institut ISC in Würzburg verteilt. Seit seiner Gründung im Januar 2012 ist das Fraunhofer-Zentrum HTL so stark gewachsen, dass ein einziger Standort nicht mehr ausreichend war. Doch mit dem Einzug in den Neubau im Jahr 2015 wird sich das ändern. Das neue Gebäude führt die Mitarbeiter zusammen. So werden sich zukünftig die Technika und Laborräume in einem kompakten Baukörper konzentrieren, während die Büroräume in einem langgestreckten Gebäudeflügel untergebracht sind. An der Nahtstelle ist ein geräumiger Aufenthaltsraum mit einer großen Mitarbeiterterrasse vorgesehen, die sich zu einer Gartenanlage öffnet. In der Großzügigkeit liegt dann auch einer der großen Vorteile des Grundstücks begründet: Es gibt nicht nur ausreichend Raum für neue Forschungsprojekte, auch werden zukünftig Besprechungsräume unterschiedlichster Größe zur Verfügung stehen. Dr. Friedrich Raether, Leiter des Fraunhofer-Zentrums HTL, ist überzeugt: »Wenn wir weiterhin so stark wachsen, werden wir das neue Gebäude, das Arbeitsplätze für insgesamt 80 Mitarbeiter bereit halten wird, rasch füllen können. Unseren regionalen und überregionalen Projektpartnern können wir dadurch weiterhin beste Voraussetzungen für eine leistungsstarke Zusammenarbeit garantieren.«
 

Das Fraunhofer-Zentrum für Hochtemperatur-Leichtbau HTL erhält auf dem
Technologiehügel im Bayreuther Stadtteil Wolfsbach einen Neubau
Visualisierung: © kister scheithauer gross

  

Baubeginn in Bayreuth-Wolfsbach: Ende Juli kamen die ersten Baufahrzeuge
Fotos: © Fraunhofer HTL

Kontakt:
Fraunhofer Institut für Silicatforschung
Neunerplatz 2
97082 Würzburg

Tel. 0931 4100-107
pelin.aytac@isc.fraunhofer.de

Quelle: Presseinformation des Fraunhofer ISC, 01.08.2013