Stadt Bayreuth

15.09.2016

„Ein guter Tag für die Region Bayreuth“

REHAU AG + Co kauft 2,8 Hektar großes Grundstück entlang des Nordrings vom Bezirk Oberfranken

Am Ende waren sich alle einig: Heute ist ein guter Tag für die Region Bayreuth. Im Rahmen eines Pressegesprächs verkündeten Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler, Martin Wippermann von der REHAU AG + Co sowie die Bayreuther Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe die angestrebte Ansiedlung des Unternehmens im Stadtgebiet. Vorangegangen war der Verkauf eines 2,8 Hektar großen Grundstücks entlang des Nordrings durch den Bezirk Oberfranken. Dort sollen einmal neue Arbeitsplätze entstehen, sofern es die wirtschaftliche Situation zulässt.

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Freuen sich über den Grundstückskauf (von links): Angela Trautmann-Janovsky vom Bezirk Oberfranken, Martin Wippermann, Geschäftsleitung Rehau Automotive, Bezirkstagspräsident Günther Denzler, Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe und Stadtdirektor Ulrich Pfeifer.

„Ich freue mich sehr, dass wir von Seiten des Bezirks Oberfranken dazu beitragen konnten, dass sich mit der Firma REHAU AG + Co ein großes oberfränkisches Unternehmen in Bayreuth ansiedeln wird. Heute ist ein guter Tag für die Stadt und die Region Bayreuth sowie für Oberfranken insgesamt“, zeigte sich Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler sichtlich erfreut über die erzielte Einigung. Der Bezirk Oberfranken verkauft ein Gelände von rund 2,8 Hektar am südlichen Rand des Areals des Bezirkskrankenhauses an die Firma REHAU AG + Co. Entlang des Nordrings sollen Büro- und Geschäftsgebäude entstehen.

Der Polymerspezialist hat bereits Anfang des Jahres zusätzliche Büroräume in der Universitätsstadt angemietet, um das Einzugsgebiet für Fachkräfte unweit des Firmenstammsitzes in Rehau zu erweitern und in unmittelbarerer Nähe zu fachrelevanten Fakultäten präsent zu sein. „Mit dem Grundstückskauf in Bayreuth richten wir uns nun auf eine Standorterweiterung für unser Geschäftsfeld Automotive aus. Die Entscheidung zum Erwerb des Grundstücks bildet die momentane Wachstumssituation in diesem Bereich ab“, erläutert Martin Wippermann, Mitglied der Geschäftsleitung Automotive der REHAU AG + Co. Das Geschäftsfeld sei sehr dynamisch und von einem starken Konkurrenzkampf und Preisdruck geprägt. Daher seien Entscheidungen zu Bauphasen und Arbeitsplätzen sehr stark von der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung abhängig, gibt das Unternehmen zu bedenken.

OB Merk-Erbe will schnellstmöglich baurechtliche Voraussetzungen schaffen

Die Bayreuther Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe zeigte sich ebenfalls sehr glücklich über den nun getätigten Grundstücksverkauf. „Wir freuen uns, dass sich die Firma REHAU für Bayreuth als weiteren Standort entschieden hat und diesen nun festigen will. Mit unserer Universität bieten wir die besten Voraussetzungen für eine positive Entwicklung des aufstrebenden Unternehmens. In unseren Gremien wollen wir nun schnellstmöglich die dazu nötigen baurechtlichen Voraussetzungen schaffen“, verspricht die Oberbürgermeisterin. „Mein besonderer Dank gilt in diesem Zusammenhang vor allem Stadtdirektor Ulrich Pfeifer, der sich der Ansiedlung des Unternehmens und damit verbunden der Frage, wo ein geeignetes Grundstück zu finden wäre, sehr engagiert angenommen hat.“

Klares Bekenntnis zum Standort Oberfranken

Auch Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner sieht in dem Kauf ein klares Bekenntnis zum Standort Oberfranken: „Die Entscheidung der REHAU AG + Co ist eine Schlüsselinvestition für Bayreuth und ein klares Bekenntnis des Unternehmens zum Standort Oberfranken. Auch aufgrund der erfolgreichen Forschungs- und Technologiepolitik der bayerischen Staatregierung bietet Bayreuth heute mit seiner Universität, der Neue Materialien Bayreuth GmbH und zwei Fraunhofer Einrichtungen ein hochattraktives Umfeld für die langfristig geplanten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der REHAU AG + Co. Wir werden die weitere Entwicklung des Unternehmens aktiv begleiten und mit den uns zur Verfügung stehenden Instrumenten bestmöglich unterstützen.“

„Das ist eine gute Entscheidung und stärkt den Standort Oberfranken“, betont auch IHK-Präsident Heribert Trunk. REHAU sei ein echtes Schwergewicht in der Region. Es sei davon auszugehen, dass das Unternehmen sein Engagement in Bayreuth auch strategisch nutzt. „Die Universität Bayreuth und die dort angesiedelten Forschungseinrichtungen bieten einen hervorragenden Rahmen für Forschung und Entwicklung im Bereich der Neuen Materialien und insbesondere in der Polymerentwicklung“, so Trunk.

Info:

Der Grundstücksverkauf umfasst eine Fläche von rund 2,8 Hektar zwischen dem Nordring und dem Gelände des Bezirkskrankenhauses Bayreuth. Zudem beinhaltet der Kaufvertrag eine Option für den Erwerb einer weiteren Teilfläche von 3150 Quadratmetern nach Westen. Der Kaufpreis ist der beabsichtigten gewerblichen Nutzung angemessen, über den genauen Preis vereinbarten der Bezirk Oberfranken und die REHAU AG + CO Stillschweigen. Der Bezirk Oberfranken ermöglicht durch ein Geh- und Fahrtrecht eine Erschließung der Verkaufsfläche über die bestehende Zufahrt zum Parkplatz des Bezirkskrankenhauses.

Der Stammsitz des Polymerspezialisten in Rehau, an dem mehr als 2300 Mitarbeiter tätig sind, bleibt unabhängig von dem Erwerb des Bayreuther Grundstücks auch weiterhin das zentrale Herzstück, von dem die weltweiten Automotive-Aktivitäten von REHAU ausgehen, teilt das Unternehmen mit. Vom kontinuierlichen Personalbedarf im Bereich Automotive profitiere der Standort Rehau schon jetzt. Auch hier werde kräftig investiert, um den Stammsitz weiterzuentwickeln. Dies sei ein zentrales Anliegen von Geschäftsleitung und Inhaberfamilie.